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Hessen Korruption Ermittlungen gegen Hoff eingestellt

Gegen Volker Hoff (CDU) wird es kein Strafverfahren wegen des Verdachts auf leichtfertige Geldwäsche geben. Die Staatsanwaltschaft Wiesbaden stellt ihre Ermittlungen gegen den ehemaligen hessischen Europaminister ein. Ein „subjektiver Tatnachweis“ sei nicht zu führen.

13.12.2012 15:03
Der ehemalige hessische Europaminister Volker Hoff (CDU). Foto: dapd

Die Staatsanwaltschaft Wiesbaden hat ihre Ermittlungen gegen den früheren hessischen Europaminister Volker Hoff (CDU) wegen des Verdachts auf leichtfertige Geldwäsche eingestellt. Das Verfahren war nach einer Anzeige der Media-Agentur Carat eingeleitet worden, die von Hoff und dessen früherem Geschäftspartner Reinhard Zoffel vor Gericht 2,5 Millionen Euro Schadenersatz erstritten hat.

Der Sprecher der Ermittlungsbehörde betonte, in einem Strafverfahren gälten andere Beweisregeln als im Zivilprozess. Deshalb habe die Behörde aufgrund der Urteilsbegründung im Zivilverfahren entschieden, dass im Strafverfahren ein „subjektiver Tatnachweis nicht zu führen“ sei.

Carat-Anwalt ist unzufrieden

Der verurteilte Ex-Werbemanager Aleksander Ruzicka hatte neun Millionen Euro an veruntreutem Geld über die Agentur ZHP geschleust. Deren Teilhaber Zoffel und Hoff wollen davon nichts geahnt haben.

Carat-Anwalt Johann-Christoph Gaedertz beklagte in einem Brief an die Staatsanwaltschaft deren Position. Das vermittele der Öffentlichkeit einen „verheerenden Eindruck“, formulierte Gaedertz. Er äußerte den Verdacht, Hoff werde auf „skandalöse Weise seit Jahren verschont“. (pit./dpa)

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