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Hauptbahnhof Darmstadt fordert weiteren Querbahnsteig

Die Stadtverordneten fordern einstimmig einen Umbau des Hauptbahnhofs und deutlich mehr Abstellmöglichkeiten für Fahrräder.

Hauptbahnhof Darmstadt
Der derzeit einzige Querbahnsteig verbindet das Hauptgebäude mit dem Europaplatz (vorne). Foto: Rolf Oeser

Mit den Stimmen aller Fraktionen hat die Darmstädter Stadtverordnetenversammlung den Magistrat beauftragt, Gespräche mit der Deutschen Bahn zu führen, um anzuregen, einen zweiten Querbahnsteig am Hauptbahnhof zu errichten. Laut einem gemeinsamen Antrag der Koalition aus Grünen und CDU sollte der weitere Querbahnsteig in der Mitte oder im Norden der Bahnsteige installiert werden.

Für die beiden Koalitionsfraktionen begründete Stadtverordnete Stefan Opitz (Grüne) den Antrag damit, dass geprüft werden müsse, ob der derzeit ungehinderte Durchgang durch das ursprünglich verschlossene und gesicherte Fahrradparkhaus diese Funktion erfüllen könne. „Es liegt möglicherweise zu dicht am Hauptbahnsteig, um nennenswerte Fahrgastströme umzuleiten“, meint Opitz. Ferner seien die Zugänge sehr schmal und führten zu „permanenten Konflikten bei Begegnungen“. Eine zweite Querverbindung sollte daher wie etwa in den Frankfurter oder Hamburger Hauptbahnhöfen deutlich entfernt vom Hauptbahnsteig liegen und entweder – wie in Frankfurt – zum Umsteigen zwischen den Gleisen dienen oder – wie in der Hansestadt – als zweiter Eingang fungieren.

Auch für Reisende, die ihr Fahrrad am Darmstädter Hauptbahnhof abstellen wollen, soll es nach den Vorstellungen der Stadtverordneten mehr Platz geben. Die Situation der Fahrradständer vor dem Hauptbahnhof sowie im Fahrradparkhaus zeige „einen großen Bedarf für eine deutliche Erhöhung der Fahrradparkplätze“, heißt es in der Begründung eines weiteren Antrags der beiden Koalitionsfraktionen, der ebenfalls einstimmig angenommen wurde. Eine Übergangslösung mit einer zweistelligen Anzahl an Fahrradboxen liefere nur eine temporäre Erleichterung. Rund um den Bahnhof gibt es nach den Vorstellungen von Grünen und CDU diverse derzeit teilweise als Mitarbeiterparkplatz genutzte Flächen, die besser ausgenutzt werden könnten, um eine signifikante Verbesserung für den Radverkehr sowohl auf der Ost-, wie auch der Westseite des Hauptbahnhofs zu erreichen. Die Funktionsfähigkeit des vorhandenen Fahrradparkhauses sei durch die Entscheidung der Bahn, dieses für Bahnreisende zu öffnen, aufgehoben worden. Diebstähle von Fahrrädern und Fahrradteilen hätten seither „massiv zugenommen“, wird kritisiert.

Ursprünglich hatte es in dem Antrag geheißen, es müssten 1000 weitere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder am Hauptbahnhof installiert werden. Das Ziel sei „ambitioniert“, sagte der CDU-Vorsitzende Paul Wandrey. Die Zahl solle „eine Richtschnur“ sein, sagte Opitz. Mit Rücksicht auf andere Fraktionen wurde die Zahl aber aus dem Antrag gestrichen.

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