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Hassia in Bad Vilbel Limonade wird knapp

Hassia-Mineralwasser in Bad Vilbel produziert sieben Tage in drei Schichten und die Keltereien bangen um die Ernte.

Hassia
Durstlöscher: Mehr als 400 Millionen Liter Mineralwasser und Limonade setzt die Bad Vilbeler Hassia im Jahr ab. Foto: Renate Hoyer

Bei Hassia in Bad Vilbel (Wetteraukreis) läuft die Produktion auf Hochtouren. Um die Nachfrage zu befriedigen, werden die Abfüllanlagen im Drei-Schichten-Betrieb und am Wochenende gefahren, teilt Unternehmenspressesprecherin Sibylle Trautmann mit. In den Sommermonaten sei ein Abfüllen rund um die Uhr nicht ungewöhnlich, wohl aber am Wochenende.

Für die Beschäftigten in der Logistik bedeutet dies ebenfalls Sonderschichten. „Bei Einhaltung aller Wochenend- und Ruhezeiten sind wir in der Logistik von Sonntagabend bis Samstagmittag besetzt. Insbesondere der Samstagvormittag wird genutzt, um Überhänge, die in der Woche nicht bedient werden konnten, zu erfüllen“, sagt Trautmann. Zahlen nennt sie nicht.

Laut Hassia gibt es bei den Hauptmarken der Mineralwässer keinen Engpass. Lediglich bei Limonaden und Randsortimenten mit Mineral- und Heilwasser komme es vereinzelt zu Lieferschwierigkeiten. Die extreme Nachfrage der vergangenen Wochen liegt über der Maximal-Produktionskapazität, heißt es.

Die Gefahr, dass die Tiefbrunnen, die aus dem Vogelsberg-Gebiet gespeist werden, ob der Monate langen Trockenheit und erhöhter Entnahme versiegen, besteht aktuell nicht. „Hassia betreibt seit Jahren ein Quellenmanagement.“ Quellen würden in ihrer Schüttungsmenge beobachtet und nicht überbeansprucht. Hassia besitzt 52 Brunnen, von denen 30 in Nutzung sind.

Tanks sind trocken

Bei den zur Hassia-Gruppe gehörenden Saft- und Apfelkeltereien Rapp’s und Höhl sieht es mit der Rohstoffversorgung anders aus. „Wegen der extrem schlechten Apfelernte im vergangenen Jahr sind die Tanks trocken“, sagt Geschäftsführer Volker Thoma. Die Hoffnung, dass sie sich im Herbst wieder randvoll füllen werden, wie die üppig mit Früchten besetzten Apfelbäume derzeit vermuten lassen, hat sich zerschlagen, so Thoma: „Laut Wetterprognosen wird es im August nicht mehr genug regnen, dass die Äpfel wenigstens noch einen Zentimeter an Umfang zunehmen können“. Und selbst wenn, käme dieser Regen für manchen Obstlieferanten zu spät, weil sich vielerorts bereits eine Notreife an den Bäumen zeige. Daher werden voraussichtlich schon in zwei Wochen die Apfelannahmen in Karben und Hochstadt aufgemacht, heißt es.

Die Erntesituation wird sich laut Thoma nicht auf den Preis bei Apfelgetränken niederschlagen, deren Absatz bei Rapp’s und Höhl aktuell auf „sehr ordentlichem Niveau“ liegt. Auch bei den Säften ist der Durst der Konsumenten spürbar, im Juli mit einem Plus von knapp 20 Prozent. „Das ist im Sommer eher untypisch“, so Thoma.

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