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Hanau „Es menschelt“ nicht nur auf der Bühne

Vier Nationen sind bei den 35. Hanauer internationalen Theatertagen dabei. Die Ausschreibungen für die neue Saison laufen ab Januar.

Theatertage
Annette und Artur Förg als Frohlein Jule & Herr Zolli . Foto: Rolf Oeser

Der junge Mann springt mit den Händen auf den Boden und gleich wieder zurück auf die Füße. Er gehört zur neunköpfigen Truppe der Theaterhochschule Jaroslawl, die sich am Samstagnachmittag vor dem Stück „Frohlein Jule & Mister Zolli – Die Hoffnung stirbt niemals“ auf dem Hof vor der Reinhardskirche sammelt. Sie sind als Zuschauer gekommen, nehmen aber gleichzeitig an den 35. Hanauer internationalen Theatertagen als Künstler teil. Nun wollen sie sich anschauen, was die Kollegin und der Kollege vom Marburger Theater Gegenstand auf der Bühne präsentiert.

Die darstellenden Künstler verschiedener Nationen zusammenbringen, in Workshops voneinander lernen – so soll es bei den Theatertagen sein. In diesem Jahr sind neben Deutschland und Russland Ensembles aus den Niederlanden und aus Belgien dabei.

„Der Wunsch war ursprünglich ein Festival, bei dem es menschelt“, sagt Diana Bär. Sie ist Mitglied beim Trägerverein Historisches Theater Hanau und leitet das Festival. Der Verein selbst hat die Theatertage im 14. Jahr ihres Bestehens von der Stadt Hanau übernommen. Laut Bär bezuschusst die Stadt die Kulturreihe jährlich mit 25 000 Euro und ist damit der größte Förderer. Weitere Sponsoren sind die Sparkassen Stiftung und die Volksbank. „Wir sind so aufgestellt, dass wir uns noch mal 35 Jahre organisieren können“, sagt Bär. Denn zusammen mit den Eintritten könne der Verein die Theatertage kostendeckend betreiben.

Die Anzahl der Produktionen ist allerdings stetig zurückgegangen. Und zwar von ursprünglich mal 14 auf nunmehr acht. Das liegt Bär zufolge jedoch nicht daran, dass weniger Zuschauer kommen. Vielmehr sei der organisatorische Aufwand nicht mehr zu bewältigen gewesen. Die Besucher-Auslastung liege bei 80 bis 90 Prozent. Das könnte dafür sprechen, dass die Zuschauer die Spielstätten Reinhardskirche, Olof-Palme-Haus und die Sporthalle der Heinrich-Heine-Schule wertschätzen. Vor vier Jahren noch wurde im Comoedienhaus Wilhelmsbad gespielt. Bei „Frohlein Jule & Herr Zolli“ sind jedenfalls rund 50 der insgesamt 70 Plätze besetzt. Und die Zuschauer zollen Artur und Annette Förg begeisterten Beifall für das Clownstheater für Erwachsene.

Was die kommende Saison betrifft, so sind die Karten noch nicht gemischt. Schließlich beginnt der Verein mit den Planungen erst Anfang 2019. Laut Vereinsvorsitzender Britta Wessel werden die Teilnahmemöglichkeiten zwischen Januar und März ausgeschrieben. Im April läuft das Auswahlverfahren. Wenn klar ist, wer teilnimmt, wird an einem Wochenende „alles von A bis Z geplant“. Nur eine vage Andeutung geht in Richtung 36. Theatertage. „Irgendetwas Neues, Frisches wollen wir einführen“, sagt Festivalleiterin Bär.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.ht-hanau.de.

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