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„Hanau buy Day and Night“ Volle Einkaufsnacht in Hanau

Viele Menschen kommen zur ersten „Hanau buy Day and Night“ in die Innenstadt. Das „Forum“ muss kurz geräumt werde.

Große Einkaufsnacht
Geöffnete Geschäfte und viel Programm auf der Gasse lockte am Samstagabend viele Menschen in die Stadt. Foto: Rolf Oeser

Nachdem im November das Verwaltungsgericht die Anforderungen für verkaufsoffene Sonntage auf nahezu unüberwindbare Höhe geschraubt hat, versucht der Hanauer Handel mit einem neuen Konzept umsatzstarke Wochenenden zu generieren. Der Marketing Verein, die städtische Hanau Marketing GmbH und das Einkaufscenter „Forum Hanau“ versuchten am Samstag mit der ersten „Hanau buy Day and Night“ das Publikum in Kaufrausch zu versetzen; mit einem Programm aus Live-Musik, Autoschau, Food-Truck-Quartier auf dem Altstädter Markt und schicker Mode auf dem roten Catwalk in der Hammerstraße. Dort wurde zu später Stunde auch noch die Miss Rhein-Main gekürt.

Ob sich die Ladenöffnung bis 23 Uhr für die Geschäftsleute diesmal gelohnt hat, wird sich für die meisten erst später zeigen. Bekleidungsläden lockten zudem erneut - kurz nach dem Abverkauf der Sommermode - mit Preisnachlässen. Bei „Wohnsinn“, ein Geschäft für Bali-Moden und Einrichtungsaccessoires, ist man mit Optimismus in den Abend gegangen. „Wir beteiligten uns bei der ‚Sommer Shopping-Nacht‘ und waren zufrieden, bis 22.30 Uhr kamen Kunden herein“, sagt eine Verkäuferin. Wehmütig fügt sie an: „Natürlich waren die verkaufsoffenen Sonntage viel besser.“ Dennoch war in nicht wenigen Geschäften am Epizentrum der verkaufslangen Nacht zu dieser Zeit bereits Feierabend.

Die Aufgabe der Ladenöffnung an zwei, drei Sonntagen im Jahr sei schon ein schmerzlicher Verlust für den Hanauer Einzelhandel, sagt Barbara Battenhausen, Leiterin der Hanauer Marketing GmbH, die enge mit dem Marketingverein kooperiert, der Interessenvertretung des Handels. Die Stadt wolle jedoch dem Handel nicht mehr das Risiko zumuten, dass wie im November geschehen, zwei Tage vor dem verkaufsoffenen Sonntag das Gericht ein Verbot ausspricht und die Geschäftsleute auf ihre Vorbereitungen und Investitionen sitzen bleiben.

Mit acht Aktionswochenenden im Jahr unter dem Titel „Mein Weekend – Mein Hanau“ soll ein Ausgleich geschaffen werden. Laut Battenhausen bestehe die Chance, so in Summe den entgangenen Umsatz durch den Ausfall der Sonntage zu kompensieren. Allerdings sei der Aufwand hoch. Mit entsprechendem Programm soll eine hohe Publikumfrequenz erzielt werden. Die meisten Ladenbesitzer ziehen mit, so Battenhausen. Das Programm wird von Mitgliedern im Marketingverein ergänzt, so organisiert ein Gastronom das Streetfood-Festival auf dem Altstädter Markt, das bis Sonntag dauerte. Aber jenseits vom Markt- und Freiheitsplatz wird die Zahl der offenen Ladentüren geringer. Die Guck- und Mitmachangebote, letzteres besonders für Kinder, zogen am Samstagabend auch viele Familien in die Stadt.

Die Verkaufsnacht stand zudem im Zeichen von drei Jahre „Forum Hanau“. Mittlerweile gab es dort einige Ladenwechsel, die Angebotsbandbreite erstreckt sich vom Schmuckgeschäft bis zum Resterampeverkauf. Geringfügigen Leerstand gibt es immer noch. Die Geschäftsleitung war nicht zu erreichen. Am Samstagabend herrschte in der Ladengalerie jedenfalls großer Andrang, der nur ab 17.22 Uhr eine schlagartige Unterbrechung erfuhr. Plötzlich durchschnitten Feuersirenen und automatische Durchsagen das Stimmengewirr. Binnen kurzer Zeit und ohne Zwischenfälle war das Center geräumt. Nach einer halben Stunde gab die Feuerwehr Entwarnung. Ein Fehlalarm. Schon kurz danach war die Situation im „Forum“ wie zuvor.

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