Lade Inhalte...

Hanau Bereit für die Serie

Die Absolventenausstellung der Zeichenakademie zeigt weit mehr als Schmuck. 78 Abschlussarbeiten sind zu sehen.

Tauglich für die Serienfertigung: Der Garderobenständer von Leonie Zebe mutet an wie ein Basektballkorb. Foto: Monika Müller

Variable, gesteckte Garderobenständer, Kleiderkörbe, an Strippen hängende, schwebende Krimskrams-Aufbewahrungsstationen für den Flur, Raumteiler, Zeitungshalter: Wer bislang glaubte, an der Staatlichen Zeichenakademie würden ausschließlich Idee, Entwurf, Zeichnung und Anfertigung von Schmuck gelehrt, kann sich derzeit eines Besseren belehren lassen. Die neue Absolventenausstellung mit den Arbeiten der Goldschmiede, Silberschmiede, der Graveure, Edelsteinfasser und Metallbildner zeigt auch Alltags- und Gebrauchsgegenstände.

Bedingung: Sie müssen serienfertigungs- und gebrauchsfähig sein und eine Zielgruppe haben.

Zum zweiten Mal werden alle Arbeiten der Schüler aus dem siebten Semester in Kooperation mit der Brüder-Grimm-Berufsakademie gezeigt.

Diesmal sind insgesamt 78 Abschlussarbeiten zu sehen, gefertigt aus allen erdenklichen Materialien: Gold, Silber, Holz, Kunststoff, Halbedelsteinen, Birkenrinde, Ebenholz, Fahrradspeichen, Perlen, Kupfer, Messing, Stahl.

„Es sind wieder ganz tolle Stücke entstanden, auf die wir Ausbilder nur stolz sein können“, schwärmt Dozent Michael Dreher bei der Eröffnung. Der Umfang der Ausstellung habe „eine ganz neue Dimension“ für die Akademie. Inzwischen müsste man eigentlich von der „Staatlichen Zeichen- und Berufsakademie“ sprechen, das ergebe den „Spirit“.

„Wir fertigen hier ausschließlich Unikate und Prototypen, keine Anschauungsobjekte“, erklärt der stellvertretende Akademieleiter Benjamin Pfister. Und das sei das Alleinstellungsmerkmal der Hanauer Akademie, mit dem sie durchaus mit den Hoch- und Fachschulen von Kassel, Darmstadt oder Offenbach mithalten könne. Dabei helfen ihr auch ihre top ausgestatteten Werkstätten, in denen etwa die Metallbildner das ganz normale Metallhandwerk lernen: Bohren, Fräsen, Drehen, Schweißen, Löten. Metallbildner-Dozentin Claudia von Hanselmann bemüht sich stets auch um die Kontakte zu potenziellen Herstellern, die die Ideen der Studierenden in einer Serienfertigung umsetzen. Dazu würden die Arbeiten auch immer wieder auf einschlägigen Messen präsentiert.

Insgesamt 300 Schüler und Studierende hat die Zeichenakademie laut stellvertretendem Leiter Benjamin Pfister derzeit, sowohl in dualer Ausbildung auf Berufsbasis als auch im Dualen Bachelor-Studiengang.

Die Ausstellung in der Zeichenakademie, Akademiestraße 52, ist noch bis Donnerstag, 26. Januar, täglich von 8.30 bis 16 Uhr zu sehen. Die Bewerbungsfrist für die Zeichenakademie endet am 15. Februar. Alle Infos auf www.zeichenakademie.de.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Wir über uns
  • Impressum