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Grüne in Hessen Grüne ermutigen zur Ausbildung

Die Grünen in Hessen wollen Bildungshürden beseitigen und bei der Hochschulfinanzierung umsteuern. Wichtig sei zudem die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung.

Studenten
Vorlesung an einer Universität (Symbolfoto). Foto: Uwe Anspach (dpa)

Die hessischen Grünen machen sich für „die Beseitigung von Bildungshürden“ stark. Bei einer Fachkonferenz im Hessischen Landtag sprach sich ihr Fraktionsvorsitzender Mathias Wagner am Freitag „für eine Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung“ aus. Das Signal an die jungen Leute laute: „Wenn ihr zuerst eine berufliche Ausbildung macht, steht euch der Weg in die Hochschulen ebenfalls offen.“

Der hochschulpolitische Sprecher der Grünen, Daniel May, sagte, man wolle „von einer falschen Hierarchisierung runterkommen“. Ein Hochschulstudium sei nicht per se wertvoller als eine berufliche Ausbildung. Gleichzeitig begrüßte May die hohe Nachfrage nach Studienplätzen. „Das ist ein Erfolg, dass sich viele junge Leute zutrauen, an die Hochschule zu gehen“, sagte er.

Neben der Frankfurter Uni-Präsidentin Birgitta Wolff nahmen weitere Vertreter von Hochschulen, von Lehrern, Schülern, Gewerkschaft und Unternehmen teil. Die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) nannte es „nicht erstrebenswert“, wenn ein noch größerer Anteil der Jahrgänge ein Studium beginne. Wichtiger sei es, dass mehr Studierende ihr Studium tatsächlich abschlössen. „Wir haben einen relevanten Teil, den wir unterwegs verlieren“, sagte sie.

Die Grünen zeigten sich daher überzeugt, dass bei der Hochschulfinanzierung umgesteuert werden muss. Die Grundfinanzierung müsse angehoben werden und nicht die Finanzierung von möglichst vielen Studienplätzen, sagte Daniel May.

Die Landes-Asten-Konferenz zeigte sich enttäuscht, dass es noch keinen Kurswechsel gebe. Einer stagnierenden Grundfinanzierung stehe eine „finanzielle Förderung von Privatisierung“ gegenüber, hieß es in ihrer Stellungnahme. Zudem zeigten sich die Studierendenvertreter besorgt über die Einladung an Ministerin Bauer. Sie habe in Baden-Württemberg „eine diskriminierende Studiengebühr“ von 1500 Euro pro Semester für Nicht-EU-Ausländer eingeführt. Das lasse „bei uns alle Alarmglocken läuten“, sagte Asta-Vertreter Valentin Fuchs. 

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