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Gottfried Klasen Antisemit soll AfD verlassen

Nach rechtsextremen und antisemitischen Facebook-Postings soll der nordhessische AfD-Politiker Gottfried Klasen aus der Partei geworfen werden.

Wahlplakat der AfD
Wahlplakat der AfD bei den Kommunalwahlen in Hessen im März 2016: Nach antisemitischen Kommentaren soll Gottfried Klasen die Partei verlassen. Foto: imago

Der nordhessische AfD-Politiker Gottfried Klasen soll wegen seiner andauernden rechtsextremen und antisemitischen Facebook-Postings nun doch aus der Partei geworfen werden. Der Kasseler Kreisvorstand der AfD habe am Wochenende einstimmig beschlossen, ein Parteiausschlussverfahren gegen den 67-Jährigen einzuleiten, teilte Vorstandssprecher Florian Kohlweg mit. Auslöser war der Bericht der Frankfurter Rundschau, dass Klasen trotz seiner fortwährenden Facebook-Hetze als Delegierter am Bundesparteitag der AfD in Köln hatte teilnehmen dürfen.

Bereits im Juli vergangenen Jahres hatte die FR zum ersten Mal auf die rechtsextremen Internet-Veröffentlichungen des Unternehmensberaters aus Zierenberg hingewiesen. So hatte Klasen in zahlreichen Statements sein antisemitisches Weltbild einer vermeintlichen jüdischen Allmacht offenbart. Ausschließen wollte ihn die AfD deswegen jedoch nicht: Die Partei gab sich damals damit zufrieden, dass Klasen als Kreistagsabgeordneter zurücktrat, und glaubte ansonsten seinen Beteuerungen, dass er kein Antisemit sei.

Gleichwohl postete der Zierenberger weiter rechtsextreme und antisemitische Facebook-Beiträge in hoher Frequenz. Unter anderem rief er zu einer Demonstration von Holocaustleugnern auf. Jetzt soll, wie Kreisvorstandssprecher Kohlweg sagte, der Antrag auf Parteiausschluss „zeitnah“ dem Landesschiedsgericht der AfD vorgelegt werden.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier AfD

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