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Gläubigerausschuss stimmt Verkauf zu Telefield übernimmt Trekstor

Die 82 Arbeitsplätze in Lorsch sind vorerst gesichert: Ein Investor aus Honkong kauft den insolventen Hersteller von Speichermedien. Von Peter Dietz

05.11.2009 00:11
Peter Dietz

Aufatmen im südhessischen Lorsch. Bei Trekstor scheinen alle 82 Arbeitsplätze gerettet zu sein. Ein Investor aus Honkong hat den südhessischen Hersteller von Speichermedien aus der Insolvenz heraus übernommen. Der neue Eigentümer, der Elektronikkonzern Telefield, will über den Einstieg bei Trekstor Fuß im europäischen Markt fassen. Bisher war Telefield vor allem in Asien und Amerika aktiv. Der 1992 gegründete Konzern fertigt Telekommunikations- und Elektronikgeräte.

Einem Neustart von Trekstor stehe nun nichts mehr im Weg, sagte Insolvenzverwalter Jan Markus Plathner. Telefield habe ein überzeugendes Konzept für die Zukunft des Unternehmens vorgelegt. Der Betrieb werde nahtlos fortgeführt, alle 82 Mitarbeiter am Standort Lorsch würden weiter beschäftigt. Auch die etablierte Marke Trekstor bleibe erhalten, sagte der alte und neue Geschäftsführer Shimon Szmigiel. Die Kunden könnten somit ohne Unterbrechung weiter beliefert werden.

Trekstor verkaufte mehr als zwei Millionen USB-Sticks im Jahr, der Umsatz lag zuletzt bei 110 Millionen Euro. Abnehmer der Trekstor-Produkte sind Händler wie Media Markt, Saturn und Amazon.

Der Markt für die mobilen Speicherplatten wandelt sich aber rasant: Deren Kapazität wird immer größer, die Preise sind in freiem Fall. Kosteten die kleinen Speicher vor Jahren noch viel Geld, so werden sie heute mitunter zu Werbezwecken verschenkt. Trekstor hatte im Juli wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.

Der Gläubigerausschuss hat jetzt dem Verkauf zugestimmt. Über den Kaufpreis schweigt der Insolvenzverwalter. Telefield habe den Geschäftsbetrieb und alle dafür notwendigen Vermögensgegenstände erworben. Am Ende seien noch zwei Bieter im Rennen gewesen; die Gesellschaft aus Honkong habe aber das bessere Konzept vorgelegt - sowohl für die Gläubiger als auch für die Beschäftigten.

Telefield hat schon eine Verbindung zu Hessen: Der Konzern betreibt unter anderem ein Werk in Guangzhou, der chinesischen Partnerstadt Frankfurts.

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