Lade Inhalte...

Gesundheit Hilfe bei Augenweh

Die niedergelassene Ärzte weiten ihren Bereitschaftsdienst aus. Start des neuen Angebots ist am Mittwoch, 11. April.

Wenn die Praxis des Augenarztes geschlossen ist, haben Patienten künftig eine Anlaufstelle: Hessens Kassenärzte bauen ihren Bereitschaftsdienst um eine weitere Fachgruppe aus. Am Mittwoch, 11. April, startet der erste Augenärztliche Bereitschaftsdienst in Frankfurt, im Juli folgt Wiesbaden. Welche weiteren Standorte öffnen, werde sukzessive entschieden anhand der Erfahrungen, teilt die Kassenärztliche Vereinigung (KV) mit. Insgesamt sind sechs Angebote geplant. In Frankfurt befindet sich der Dienst an der Augenklinik in der Universitätsklinik. Besetzt ist er mittwochs und freitags von 16 bis 20 Uhr, samstags, sonntags und feiertags von 9 bis 20 Uhr.

Die Bereitschaftsdienstzentralen sind ein Angebot für Patienten, deren Behandlung nicht bis zum nächsten Werktag warten kann. Der Gesetzgeber hat den Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) die Sicherstellung dieses Angebots übertragen. Derzeit gibt es in Hessen 67 Zentralen. Die werden jetzt durch die sechs Augenärztlichen ergänzt.

Schon vor knapp zwei Jahren hat die KV den hessenweiten Kinderärztlichen Bereitschaftsdienst eingeführt. Ein flächendeckendes Angebot, das insbesondere Lücken in ländlichen Regionen schloss. Alle Zentralen sind an Kinderkliniken angeschlossen. Wie die Augenärztlichen sind auch sie ein freiwilliges Angebot, zu dem die KV Hessen nicht verpflichtet ist, betont Sprecherin Petra Bendrich der FR gegenüber.

Auch die anderen Bereitschaftsdienstzentralen befinden sich in der Regel in der Nähe von Krankenhäusern. Trotzdem komme es immer noch zu häufig vor, dass Menschen mit Bagatellerkrankungen wie grippalen Infekten oder starken Halsschmerzen die Notfallambulanzen in den Kliniken aufsuchen, sagt Bendrich. „Es gibt keine Patientensteuerung.“ Hauptgründe sein „Unwissenheit“ oder auch „Bequemlichkeit“.

Dass es anders funktionieren kann, zeigt ein im Oktober gestartetes Modellprojekt am Klinikum Frankfurt-Höchst. Dort gibt es beim ersten Patientenkontakt keine Grenze zwischen ambulanter und stationärer Versorgung. Niedergelassene Ärzte und Klinik betreiben eine gemeinsame Anmeldung, an die sich alle Hilfesuchende wenden können. Dort wird sortiert, wo die Betroffenen am besten aufgehoben sind: Schwere Notfälle kommen in die Klinikambulanz, um leichtere Erkrankungen kümmert sich der Ärztliche Bereitschaftsdienst. „Wir haben damit gute Erfahrung gemacht“, sagt Bendrich.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen