Lade Inhalte...

Galerie bringt Umsatzplus

Gießener Händler profitieren

18.12.2006 00:12

Gießen - Die einst umstrittene, im Oktober 2005 eröffnete Einkaufsgalerie Neustädter Tor in Gießen sorgt offenbar für mehr Umsatz in der gesamten Innenstadt. Auch habe der Einzelhandel an Attraktivität gewonnen. Das geht aus einer Studie des Gießener Instituts für Geographie hervor. Studenten befragten dazu im Juli 671 Innenstadtbesucher. Insbesondere die Einzelhändlern in der rund 300 Meter entfernten Fußgängerzone Seltersweg hatten ihren Untergang befürchtet, als die Galerie am Rande der Innenstadt öffnete. Doch die Mall, die täglich rund 12 000 Besucher zählt, wirkt sich offenbar positiv auf die Fußgängerzone aus.

Zwar kämen die meisten (57 Prozent) der Befragten immer noch wegen des Selterswegs nach Gießen, sagt der Leiter der Studie, Ansgar Dorenkamp. Seit der Eröffnung der Mall zähle die Stadt jedoch täglich gut 2000 Kunden mehr. Insgesamt pendele mehr als jeder Zweite zwischen Mall und Fußgängerzone. Dies bringe dem Seltersweg täglich mehr als 1000 zusätzliche Kunden.

In der Galerie sei der Altersdurchschnitt wesentlich jünger als auf dem Seltersweg. Während in der Fußgängerzone der Anteil der Personen, die über 65 Jahre alt seien, knapp drei Mal so groß sei wie in der Mall, kauften dort überwiegend Kunden im Alter zwischen 19 und 49 Jahren ein. Fraglich ist, ob sich der für die Mall gebaute Bahnhaltepunkt Oswaldsgarten rentiert. Denn laut Studie nutzen die meisten Kunden das Auto.

Die Geographen wollen es bei dieser einen Studie nicht belassen. Sie sei der Auftakt zu weiteren Untersuchungen der Entwicklungen der Innenstadt, so Dorenkamp. Die Studie steht unter www.uni-giessen.de/geographie/home/aktuelles.htm. mmo

Siehe Interview

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen