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Spontacts Rhein-Main Lust aufs Spontane

Über die Internetseite „Spontacts“ treffen sich fremde Menschen zu allen möglichen Freizeitbeschäftigungen – von Fußball über Theater bis hin zu Wanderungen. Schon 12.000 Leute im Rhein-Main-Gebiet machen mit.

Auf Spontacts stellen Leute Aktivitäten ein, für die sie Begleitung suchen. Foto: Placelt

Wer kennt es nicht: Man hat Lust, etwas Bestimmtes zu unternehmen, zum Beispiel ins Theater zu gehen, doch keiner der Freunde oder Bekannten interessiert sich dafür oder hat Zeit. Damit man in solchen Situationen nicht zu Hause bleiben muss, haben drei Schweizer Männer die Internetplattform „Spontacts“ gegründet, die seit Herbst auch aufs Rhein-Main-Gebiet abgestimmt ist. Wer also Lust auf ein bestimmtes Event hat, stellt es entweder selbst ein und sucht so Mitstreiter oder schließt sich einer schon bestehenden Gruppe an.

Zum Fußballspielen, fürs Kino oder Feierabend-Basketball, für Partys, Spieleabende, Poetry Slams, Wanderungen , Bowling oder Motorradtouren – für alles finden sich Veranstaltungen, einige spontan am gleichen Abend, einige nicht ganz so spontan mit bis zu zwei Monaten Vorlaufzeit. „Es gibt sicherlich verschiedene Anreize, die Seite zu nutzen“, sagt Sabine Haase, Geschäftsführerin von Spontacts. „Zum einen gibt es natürlich diejenigen, die neu in der Stadt sind und noch keine Bekannte haben“, sagt sie. Zum anderen haben viele einen Freundeskreis, der auf einige Aktivitäten beschränkt ist. Wenn dort aber beispielsweise keiner Basketball spielen möchte, während einer das aber gerne wieder tun würde, kann er über Spontacts Gleichgesinnte finden. „Es ist eine Möglichkeit, Freizeitangebote außerhalb des Freundeskreises zu finden“, sagt Haase.

Die Nutzer regeln viel selbst

Mitspracherecht, wer mit zu den Veranstaltungen kommt, haben die jeweiligen Ersteller der Events aber nicht. Es gibt vor dem Treffen lediglich die Kommentarfunktion, über die Teilnehmer und andere Nutzer direkt im Eventfeld miteinander kommunizieren können. Bislang gibt es auch keine Teilnehmerbegrenzung. „Wir haben noch viele neue Ideen, die wir umsetzen müssen“, sagt Haase dazu. „Aber die Nutzer regeln das selbst, sie schreiben meist in die Beschreibung der Aktivität, dass das Event jetzt voll ist oder weisen in den Kommentarfeldern darauf hin.“ Alle Beiträge werden allerdings von Spontacts geprüft, „damit sich niemand einen Scherz erlaubt“.

Seit September gibt es die Seite für Frankfurt, nach der Schweiz war die Seite zunächst in den Ballungsräumen München und Rhein-Ruhr gestartet. Im zweiten Anlauf kamen Berlin und Frankfurt dazu. „Wir haben uns in Ballungsräumen die Internet- und Smartphone-Nutzung angeschaut und überlegt, wo es viele Zugezogene gibt“, sagt Haase.

Gerade für Menschen, die neu im Rhein-Main-Gebiet sind oder keine Mainstream-Interessen haben, eignet sich die Plattform und bietet damit auch eine Alternative für all jene, die nicht im sozialen Netzwerk Facebook angemeldet sind und sich über eine der Gruppen dort neue Bekanntschaften suchen. Name, Ort, Geburtstag und Interessen werden bei der Anmeldung bei Spontacts abgefragt, ob sich die Nutzer dann ein Profil mit Foto anlegen, bleibt ihnen überlassen. Ein Newsfeed auf der Seite informiert über neue Veranstaltungen. 12 000 Menschen im Rhein-Main-Gebiet haben sich bereits angemeldet und rund 2000 Events organisiert.

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