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Spielekritik Port Royal – Das Abenteuer beginnt

Spielfiguren
Bunte Spielfiguren: Das Angebot ist außergewöhnlich vielfältig – Neuheiten kann man in Darmstadt testen. Foto: Michael Schick

Port Royal – Das Abenteuer beginnt macht aus dem mehrfach preisgekrönten Kartenspiel „Port Royal“ ein fast schon epische Kampagne. Damit nun nicht alle Landratten, die noch nie in „Port Royal“ angeheuert haben, unwissend an der Mole zurückbleiben, ein kurzer Blick auf das Originalspiel. „Port Royal“ funktioniert nach dem „Versuch dein Glück“-Prinzip. Vom gut gemischten Kartenstapel deckt der aktive Spieler so lange Karten auf, bis er entweder meint, dass es ihm nun genug Beute sei – oder er eine Karte aufgelegt, mit der er alles versiebt!

Ohne allzu tief ins Geschehen einzudringen, sei gesagt: Die Karten zeigen Schiffe in fünf verschiedenen Farben, die alle je unterschiedliche Mengen von Münzen an Bord haben. Zieht man beim Aufdecken ein zweites Schiff derselben Farbe und kann sich der darauf abgebildeten Angreifermacht nicht erwehren – ist der Zug verloren. Wer aber rechtzeitig abbricht, schnappt sich die Münzen. Die sind, das nur nebenbei, höchst clever und materialsparend auf den Karten abgebildet: nämlich auf der Rückseite! Der Witz dabei: Wer Münzen erbeutet, zieht eine entsprechende Anzahl verdeckter Karten vom Stapel – damit nimmt er zugleich, zumindest bis er das Geld wieder ausgibt, Karten aus dem Spiel. Man weiß also nie genau, was alles gerade kursiert.

Mit dem Geld kann man dann im nächsten Zug ein Exemplar der anderen im Stapel vorhandenen Kartensorte kaufen. Das sind zum Beispiel Matrosen, die Piraten abwehren. Oder Händler, Siedler, Kapitäne und weitere Charaktere, die einem Siegpunkte einbringen. Um die geht es schließlich: Sobald ein Akteur mindestens zwölf Punkte hat, wird die letzte Runde eingeleitet – nach der er dann nicht notwendig der Sieger ist, da eventuell ein anderer im letzten Zug noch mehr Punkte einfährt.

Was ist nun neu an „Das Abenteuer beginnt“? Von Feinheiten abgesehen wie einem zusätzlichen Mechanismus, um Siegpunkte zu generieren, ist es vor allem dies: Neben den eigentlichen, oben beschriebenen Karten zum Spielen, gibt es zwei weitere Kartenstapel. Der besteht aus bis zu 16 „Ereigniskarten“. Von denen gilt pro Runde eine, sie mischt das Spielgeschehen durch eine kleine Zusatzregel auf, etwa: Wer einen Kapitän vor sich ausliegen hat, erhält eine Münze als Bonus.

Viel wichtiger aber ist der zweite Kartenstapel. Er erzählt wie ein Buch eine Geschichte, besser gesagt fünf, denn dieses „Buch“ besteht aus fünf Kapitel. Die Stories bescheren einem stets neue Herausforderungen. Episode 1 zum Beispiel bringt eine sechste Sorte Schiffe ins Spiel: Piraten. Die gilt es schnell genug zu stellen, denn sonst sind sie mit dem Entführten über alle Meere und fangen an Lösegeldforderungen zu stellen. Um die Piraten zu stellen, schlägt einem die Erzählung vor, bestimmte Personen als Hilfen anzuheuern. Die muss man natürlich im großen Nachziehstapel auftreiben und dann auch noch bezahlen können …

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