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Picasso Dalí Ladis Spanischer Dreiklang

Im Kurhaus Wiesbaden sind ab dem 11. Juli originale Werke von Picasso, Dalí und Ladis zu sehen. Neben besonderen Werken der Großmeister, die zum Teil mit Gedichten zusammen gezeigt werden, hängen die Werke einer zeitgenössische Künstlerin aus Mannheim.

„La Flûte Double“ von Picasso. Foto: Art Consult AC

Dalí sagt man nach, frauen- verachtend und impotent gewesen zu sein. In den Werken Picassos geht es oft um das Thema Sex. Und Ladis malte, um seine Alpträume los zu werden. Werke dieser drei spanischen Maler werden nun im Kurhaus Wiesbaden in der Galerie Hygieia gezeigt. Dazu gesellen sich Arbeiten von Maike Kreichgauer aus Mannheim, die in Mexiko lebt.

Nur selten, vielleicht einmal im Jahr, werden im Kurhaus Ausstellungen gezeigt. Schließlich ist das Gebäude eher als Tagungs- und Kongresszentrum bekannt und oft ausgebucht, was bedeutet: Es hat schlicht keinen Platz für Ausstellungen, die über einen längeren Zeitraum gehen.

Doch für die Schau der drei spanischen Meister macht man eine Ausnahme, weil es eben eine hochkarätige Ausstellung sein wird. „Wir bekommen viele Anfragen, aber wir nehmen natürlich nicht jedes Angebot“, sagt Karin Otto, stellvertretende Leiterin Kongressservice. Ob ihr angesichts der wertvollen Werke nicht etwas mulmig wird? Schließlich ist das Kurhaus kein Museum. „Nein, wir achten sehr auf Sicherheit in Abstimmung mit dem Veranstalter“, sagt Otto.

200 Werke der drei Spanier werden gezeigt. „Alles Originale“, wie Lothar Stoll von Art Consult AC sagt, der Firma, die die Ausstellung organisiert. So sind von Picasso zum Beispiel die Lithografien von „Das Antlitz des Friedens“ mit den Gedichten von Paul Eluard zu sehen. Eine Art Bildergeschichte von einer Taube und einem Frauengesicht, mit wenigen Strichen anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Kommunistischen Partei Frankreichs gezeichnet. Aber auch viele anderen Werke, die laut Stoll die Vielfalt Picassos zeigen sollen.

Stoll hat auch grafische Arbeiten von Salvador Dalí, einem der bekanntesten Surrealisten des 20. Jahrhunderts, zusammengetragen. Einem Mann, der keine hohe Meinung von Frauen hatte, sogar einmal gesagt haben soll, er hielte nichts von Kunst und Frauen, da Talent in den Eiern liege. Seine Grafiken dienten unter anderem zu Buchillustrationen so etwa auch in Werken von Hemingway.

Ein Zeitgefährte von Dalí und Picasso ist der dritte spanische Maler, Ladislao Romero Moghin, genannt Ladis. Er gilt in Spanien und Frankreich als Meister des Lichts. „Wir zeigen von ihm Gemälde, eine Retrospektive, die die anfängliche Beeinflussung durch Dalí und den Surrealismus und seine Entwicklung zu eigener Meisterschaft und eigenem Stil verdeutlichen“, sagt Stoll. Den drei Herren an die Seite stellt er Maike Kreichgauer, die er als „kommenden Stern am Kunsthimmel“ präsentieren will.

Picasso – Dalí – Ladis, 11.7.–5.8., Wiesbaden, Kurhaus, Kurhausplatz 1, geöffnet täglich von 11 bis 19 Uhr. Erwachsene zahlen 9, Schüler und Studenten 7 Euro, Tel. 0611 / 1729950.

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