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Opernstudio in Frankfurt Brillante Arien zum Jubiläum

Das Frankfurter Opernstudio wird zehn Jahre alt – und feiert mit vielen Gästen

Opernstudio in Frankfurt
Paula Murrihy schwärmt vom Opernstudio. Foto: Barbara Aumüller

Das Frankfurter Opernstudio ist eine stille Institution mit großer Wirkung. Dabei hat sich die Einrichtung an der Frankfurter Oper seit ihrer Gründung vor zehn Jahren zu einer der renommiertesten Talentschmieden im deutschsprachigen Raum entwickelt. Zahlreiche talentierte Sängerinnen und Sänger haben hier ihre Karrieren begonnen, sind zu Stars im Klassikbereich geworden und treten inzwischen an den großen Häusern dieser Welt auf. 

Die Irin Paula Murrihy, Stipendiatin der ersten Stunde, beispielsweise war grade ganz aktuell bei den Salzburger Festspielen engagiert. Jetzt ist sie am kommenden Dienstag, 4. September, mit vielen weiteren Mit-Studierenden, beim Jubiläumskonzert im Opernhaus zu hören – als Carmen. Iurii Samoilov etwa singt den Grafen Graf Danilo aus der „Lustigen Witwe“, Julia Dawson ist die Angelina in „La Cenerentola“. Viele der Stipendiaten gehörten und gehören in Frankfurt zu den Publikumslieblingen.

Begeistert erzählt Murrihy von ihrer Zeit in Frankfurt – auf Deutsch, das sie inzwischen hervorragend beherrscht. „Für mich war das Opernstudio die perfekte Einführung in die Arbeit an einem deutschen Opernhaus“, sagt sie. „In der letzten Spielzeit habe ich mein Debüt an der Metropolitan Opera in New York gegeben, das war schon sehr anders.“

Besonders lobt Murrihy, dass sie sich hier ohne Druck ausprobieren konnte. „Anfangs übernahm ich erst mal kleine Rollen. Das war schon ein Geschenk für mich. Und durch die große Vielfalt an der Frankfurter Oper hatte ich die Gelegenheit, mein Potenzial zu zeigen.“ Möglich macht das Opernstudio die Unterstützung des Patronatsvereins und der Stiftungen der Polytechnischen Gesellschaft und der Deutschen Bank. 

Frankfurt mit seinem musikalischen Angebot habe sie gleich begeistert. „Das habe ich so weder in Irland noch den USA, wo ich zuvor lebte, erlebt.“ Vor zehn Jahren, als Murrihy beim Frankfurter Opernstudio anfing, habe sie kaum etwas verstanden. Doch der regelmäßige Sprachunterricht, der zum Opernstudio dazugehört, und die Untermiete in einer deutschen Familie änderten das schnell. „Da war ich fast eine Tochter“, sagt sie und lacht herzlich. Und dann rutscht ihr doch noch vor lauter Enthusiasmus ein englischer Satz heraus: „I was in heaven - ich war im Himmel“, schwärmt sie von ihrer Zeit damals.

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