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Musik-Festival in Rhein-Main Festival der modernen Musik

Zahlreiche Konzerte, Vorträge und Performances bietet das Festival „cresc... – Biennale für moderne Musik“ im Rhein-Main-Gebiet. Vieles ist im wahrsten Sinne unerhört – präsentiert werden auch elf Uraufführungen.

Musik-Festival
Das Festival verbindet zeitgenössische Musik mit Klassik – und das Ensemble Modern mit dem HR-Sinfonieorchester. Foto: Ben Knabe / Katrin Schilling

Der koreanische Komponist Isang Yun, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre, hat eine bewegte Lebensgeschichte – das Festival „cresc...“ (gesprochen übrigens wie das englische Wort für Zusammenstoß, „Crash“) nimmt vom 22. bis zum 26. November sein vielschichtiges Werk als roten Faden für fünf Tage mit neuer Musik. Aber es erklingen auch Werke wie Johann Sebastian Bachs „Musikalisches Opfer“ aus dem Jahr 1747. Das wird am 26. November um 15 Uhr im Hanauer Congress Park zusammengespannt mit Yuns „Königlichem Thema für Violine Solo“ aus dem Jahr 1976.

Yuns Weg verlief alles andere als geradlinig. 1943 beteiligte er sich am Widerstand gegen die japanischen Besatzer, wurde verhaftet und gefoltert, überlebte und konnte Ende der 1950er Jahre in Paris und Berlin studieren. In Berlin studierte er bei dem Schönberg-Schüler Josef Rufer und fand viel beachtet Anschluss an die internationale Avantgarde. 1967 entführte ihn der südkoreanische Geheimdienst, folterte ihn erneut. Nur dank internationaler Proteste wurde der zu lebenslanger Haft verurteilte Yun nach Deutschland abgeschoben, wo er bis zu seinem Tod 1995 lebte. Seit 1971 war er deutscher Staatsbürger.

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