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Museen in Frankfurt Überall Design

Extreme Positionen, multifunktionale Keramik, geraubte Kunst und ereignisreiche Grafik: Acht neue Ausstellungen eröffnen in diesem Jahr im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt.

Museum Angewandte Kunst in Frankfurt
„Geraubt, gesammelt, getäuscht“: Reisebesteck aus der Sammlung Pinkus/Ehrlich. Foto: A. Jahn/MAK

Manchmal prallen im Frankfurter Museum Angewandte Kunst Welten aufeinander. Wer das schätzt, muss lediglich im lichtdurchfluteten Richard-Meier-Bau, der allein schon einen Abstecher wert ist, über die Fußgängerrampe das Stockwerk wechseln. Eben noch im Design- und Mode-Kosmos von Jil Sander, steht man plötzlich vor chinesischem Blau-Weiß-Porzellan aus der Regierungszeit des Ming-Kaisers Wanli (1572-1620).

Beide Ausstellungen – „Jil Sander. Präsens“ und „Meet Asian Art“ – laufen noch bis zum 6. Mai, Danach geht es weiter mit neuen Exponaten und neuen Schauen. Acht Ausstellungen werden 2018 eröffnet. So viele wie im vergangenen Jahr, das „für uns ein sehr arbeitsreiches, aber auch sehr erfolgreiches war“, bilanziert Museumsdirektor Matthias Wagner K.

Die Besucherzahlen seien erneut gestiegen, von 130 100 im Jahr 2016 auf 131 381 im Jahr 2017. Vor allem beim jungen Publikum erfreue sich das MAK zunehmender Beliebtheit, die Besucherzahlen von Kindern und Jugendlichen hätten sich binnen eines Jahres verdoppelt (2016: 2269; 2017: 5471), die Workshops und die pädagogische Arbeit des Museums nicht mitgerechnet.

Das monatliche Mitmachangebot „Gestalter Kids“ wird es auch 2018 geben, ebenso wie diverse Kooperationsprojekte mit Schulen und anderen Bildungseinrichtungen, sagt MAK-Sprecherin Dorothee Maas. Unter dem Titel „Elementarteile“ werden weiterhin Exponate aus der Sammlung des Museums ausgestellt sein, dem Architekten Richard Meier ist ein eigener „Stilraum“ gewidmet, ebenso dem Designer Dieter Rams.

Im Zentrum aber stehen auch 2018 die neuen Ausstellungen. Der Auftakt der Eröffnungen erfolgt am 24. Mai. Bis zum 9. September präsentiert das MAK im Zusammenhang mit der internationalen Triennale „RAY Fotografieprojekte Frankfurt/Rhein-Main“ Positionen zeitgenössischer Fotografie und verwandter Medien. Zum diesjährigen Thema der RAY-Triennale „Extreme“ sind im MAK Werke verschiedener Künstler unter dem Unterthema „Bodies“ zu beschauen. Es wird gefragt, was im Zeitalter der Globalisierung, Digitalisierung und Omnipräsenz von Bildern überhaupt noch als außergewöhnlich, als extrem gilt.

Naturversunkenheit in Finnland, Transgender in Griechenland oder Drogen und Prostitution in Mexiko: „Die Positionen in der Ausstellung sind extrem“, sagt Wagner K. „Und manchmal nicht ganz jugendfrei.“

Eine Woche später, am 31. Mai, wird unter dem Titel „Lore Kramer. Ich kann ohne Keramik nicht leben“ eine Hommage an die 91-jährige Produktgestalterin und Designhistorikerin eröffnet, die lange Dozentin und Professorin an der Offenbacher Hochschule für Gestaltung (vormals Werkkunstschule Offenbach) war. „Sie hat eine große Bedeutung weit über Frankfurt hinaus“, betont Wagner K. Davon kann man sich bis zum 26. August überzeugen.

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