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Tour 79 Klipp(en)springer im Weiltal

Wildes Weiltal: Nicht auf dem Touristen-Radweg, sondern hoch oben zwischen den Schieferklippen verläuft die FR-Route und führt als Rundkurs von Neu-Anspach hinauf zu einigen grandiosen Aussichten, darunter auch der Pferdskopf.

Aussicht vom Kuhkopf Foto: A.Kraft

Wildes Weiltal: Nicht auf dem Touristen-Radweg, sondern hoch oben zwischen den Schieferklippen verläuft die FR-Route und führt als Rundkurs von Neu-Anspach hinauf zu einigen grandiosen Aussichten, darunter auch der Pferdskopf.

Puuuh, jetzt hat er doch noch zugeschlagen, der Sommer. Und dann auch noch in der flirrenden Hitze Rad fahren? Doch, geht gut. Wir haben in Anbetracht der Rekordtemperaturen unser Tour-Programm ein wenig umgebaut und den eigentlich für später geplanten spritzig-kurzen Sommerausflug in den Taunus vorgezogen.

Dabei tummeln wir uns rechts und links des Weiltals. Das und die Wälder versprechen ein wenig Kühlung. Kühlung ist schön und gut - ansonsten aber machen wir mit der Tour ein paar heiße Angebote: Grandiose Aussichten, wunderschöne Wege auf den von zahllosen Klippen gesäumten Wegen hoch über dem Tal und ein paar Wegabschnitte, die ohne Wenn und Aber spektakulär zu nennen sind. Auf die 42,5 Kilometer mit den 1450 Höhenmetern haben wir zudem gut getaktet mehrere Einkehrstationen gepackt - für Flüssigkeits-Nachschub ist bestens gesorgt.

Los geht es im Usinger Becken. Vom Neu-Anspacher Ortsteil Hausen schlagen wir uns auf netten Pfaden hinüber zur ersten Stippvisite ins Weiltal bei Brombach. Das liegt am Fuße des Pferdskopfes; die 260 Höhenmeter bis oben sind für heute der längste Anstieg am Stück. Doch das Schweißvergießen lohnt. Dort oben wartet einer der größten hölzernen Aussichtstürme der Region. Vom Vogelsberg über das Bergland hinter Gießen und den Westerwald bis zum Rheingau-Taunus reicht die Sicht.

Wer nun nach Kühlung lechzt - die kommt! Wir verbraten die gesammelten Höhenmeter auf einen Schlag. Und stehen wieder im Weiltal, unweit der Landsteiner Mühle. Dieses hübsche Restaurant mit Biergarten heben wir uns allerdings für später auf. Zunächst führt der Weg vorbei an Alt- und Neuweilnau bis zum Wendepunkt der Tour. Dabei lernen wir die ersten jener prächtigen Klippen kennen, die das Tal säumen. Wie in Kaskaden stürzen sie teilweise die Hänge herab. Ein besonders hübsches Exemplar am Poland serviert uns mit dem "Weiltalblick" ein weiteres Highlight.

Kurz darauf ist Rod an der Weil erreicht, auch da darf im "Felsenkeller" gern eine Rast eingelegt werden. Das zumal, da unser längerer Bogen durchs Hinterland ausgesprochen gemütlich angelegt ist. Das nette Auf und Ab beschert ein paar weitere Aussichten, dann nähern wir uns wieder den Klippen im Weiltal. Etwa der Albertsruhe. Der "100-Stufen-Weg" dort hinauf ist zwar nichts zum Biken, aber die Aussicht lohnt in jedem Fall.

Kurz danach entern wir erneut das Gelände an der Landsteiner Mühle und präparieren die Muskeln für den letzten nennenswerten Anstieg am Hirschberg. Der Weg führt nicht ganz hinauf - auch hier sind wir lieber zwischen den Klippen gesurft. In Hunoldstal schließlich verabschieden wir uns von der Weil. Mit dem Nesselberg haben wir nur noch einen kleinen Buckel zu bewältigen, bevor wir zum Ausgangspunkt Hausen locker ausrollen.

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