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Landesmuseum Eleganz trifft Poesie

Selbst der Pariser Louvre hat schon eine Ausstellung mit Zeichnungen aus dem Hessischen Landesmuseums gezeigt. Nun sind die lichtempfindlichen Werke erstmals in Darmstadt zu sehen.

Landesmuseum in Darmstadt
Jupiter als Kind mit Ziege von Pierre Brebiette. Foto: hlmd

Zehn Jahre, nachdem sie bereits im Louvre in Paris zu sehen waren, ist es nun auch in Darmstadt so weit: Die aus den Beständen des Hessischen Landesmuseums stammenden Meisterwerke der französischen Zeichenkunst aus drei Jahrhunderten werden erstmals in der Karl-Freund-Galerie des Museums am Friedensplatz präsentiert. Unter dem Titel „Eleganz und Poesie“ wird  gezeigt, welch zeichnerische Kostbarkeiten aus dem 16. bis 18. Jahrhundert das Depot der Graphischen Sammlung des Landesmuseums zu bieten hat.

Zum Darmstädter Bestand der Altmeisterzeichnungen von internationalem Rang gehören nach Auskunft von Mechthild Haas, der Leiterin der Graphischen Sammlung, auch 490 Blätter französischer Künstler. Die Graphische Sammlung ist ihrer Herkunft nach eine fürstliche. Während der Regierungszeit des ersten Darmstädter Großherzogs Ludewig I. konnte 1812 die Sammlung des Emmerich Joseph Herzog von Dalberg übernommen werden. Zu dieser Sammlung zählten rund 1500 italienische, französische, deutsche und niederländische Zeichnungen vom 15. bis zum 18.  Jahrhundert, so dass das Landesmuseum heute fast alle berühmten Alten Meister der Zeichenkunst mit exemplarischen Arbeiten besitzt.

Von den 490 Blättern, die französische Künstler geschaffen haben, hat Haas für die Ausstellung 75 Zeichnungen ausgewählt. Im Louvre waren von Oktober 2007 bis Januar 2008 nur 64 der schönsten Blätter aus Darmstadt gezeigt worden.

Präsentiert werden die außergewöhnlichen Arbeiten in vier Räumen. Die Werke hat Haas nicht nur chronologisch, sondern auch unter ästhetischen Gesichtspunkten geordnet.

Zum Auftakt der Schau wird erläutert, wie in der Kunsttheorie der Renaissance Zeichnungen bloß als eine künstlerische Idee, als ein erster Gedanke galten, die Künstler zu Papier brachten. Auch im 17. Jahrhundert blieben Zeichnungen noch „eine Stufe im bildnerischen Entstehungsprozess und diesem untergeordnet“, so Haas. Im 18. Jahrhundert habe die Zeichnung dann als „Grundtechnik der künstlerischen akademischen Ausbildung“ gegolten und sei im Laufe der Zeit immer autonomer geworden.

Zu sehen sind in der Schau faszinierende und originelle Rötel-, Kreide- oder Federzeichnungen von Menschen, Landschaften, Gebäuden, historischen oder mythologischen Szenen.
Für die Ausstellung wurde auch ein Suchspiel entwickelt, bei dem Kindern knifflige Fragen gestellt werden. Die Antworten auf die Fragen finden die Kinder in den Räumen der Karl-Freund-Galerie. Das Suchspiel ist an der Kasse oder im Museumsshop erhältlich. Wer seine Antwortkarte bis zum 24. Juni in die Sammelkiste an der Kasse steckt, nimmt an einer Verlosung teil. Zu gewinnen gibt es Geschenke aus dem Museumsshop.

Der Bestandskatalog  „Französische Zeichnungen des 16., 17. und 18. Jahrhunderts im Hessischen Landesmuseum Darmstadt“ ist während der Ausstellung, die noch bis zum 24. Juni gezeigt wird, für 90 Euro im Museumsshop erhältlich. Geöffnet ist das Museum, Friedensplatz 1, dienstags, donnerstags und freitags von 10 bis 18 Uhr, mittwochs bis 20 Uhr,    samstags sowie an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 17 Uhr.

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