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Künstlerclub Frankfurt Kulturperlen im Gartenhaus

Das neue Programm des Frankfurter Künstlerclubs verzeichnet 70 Veranstaltungen aus Kunst, Musik und Literatur. Unsere Autorin Jasmin Schülke gibt Ihnen einen Überblick.

Die Band Superfro aus Darmstadt wird im Juni für den Künstlerclub aufspielen. Foto: Carola Schmitt, www.carolaschmitt.com

Es ist ein umfangreiches Programm, das der Frankfurter Künstlerclub für das laufende Jahr zusammengestellt hat. 70 Veranstaltungen aus Kunst, Literatur und Musik werden im Nebbienschen Gartenhaus, einem charmanten Pavillon in der Bockenheimer Anlage in Frankfurt, zu erleben sein.
Etablierte Kunstschaffende wie etwa Peter Härtling, Jan Seghers oder Bob Degen werden ebenso im Gartenhaus auftreten wie Nachwuchstalente aus der Stadt. Neue Wege gehen, aber auch an Altes anknüpfen wolle der Verein, der rund 400 Mitglieder zählt, verkündet Guenther Uttecht bei der Programmvorstellung. Einen Schwerpunkt haben die Organisatoren auf die Kunstausstellungen gelegt.

16 Schauen wird es geben, die jeweils zweieinhalb Wochen zu sehen sind. „Wir haben alle Künstler, die wir ausstellen, in ihrem Atelier besucht“, sagt Uttecht. Die Freitagabende sind außerdem für Jazzkonzerte reserviert, sonntags wird im Gartenhaus klassische Musik zu hören sein. Es wird einige spannende Lesungen und Künstlergespräche geben. An einem Kinderprogramm werde derzeit noch gearbeitet, heißt es.

Die erste Schau mit dem Titel „Niemandsland“, eine Gastausstellung des Frankfurter Ateliers Goldstein, wird am Freitag, 12.2., um 20 Uhr eröffnet. Zu sehen sind Zeichnungen und Aquarelle von Franz von Saalfeld. Schauspielerin Andrea Wolf wird gemeinsam mit dem Künstler Texte vortragen. Romantisch wird es dann am Sonntag, 14.2., dem Valentinstag, der bekanntlich ganz im Zeichen der Liebenden steht. Und deshalb stellt Jan Seghers die Frage aller Fragen „Was aber ist die Liebe?“ und sucht Antworten bei Heine, Flaubert und zeitgenössischen Dichtern. Begleitet wird der Krimiautor von Atilla Korap und Adrian Wille. Beginn: 11 Uhr.

Zur Luminale Frankfurt (13. bis 18.3.) gibt es am Sonntag, 13.3., 11 Uhr, eine Matinee mit dem Titel „Licht und Schatten“. Andrea Wolf wird gemeinsam mit dem Komponisten und Musiker Christopher Brandt Musik, Texte und Gedichte von Brecht, Kipphardt, Benn, Hölderlin, Platon und anderen vortragen. Um 20 Uhr wird die Ausstellung von Franz Betz eröffnet, der mit Schriftzeichen eine Installation im Wechselspiel von Neon und Projektion präsentiert. Dazu wird die Uraufführung der Komposition „Lichträume“ zu hören sein. Christopher Brandt kombiniert dabei Klangquellen zu Klangräumen.

Am Freitag, 20.5., 20 Uhr, ist Peter Härtling zu Gast im Künstlerclub, um in der Reihe „Väter und Söhne“ aus seinem autobiografischen Roman „Nachgetragene Liebe“ zu lesen. Härtling, 1933 in Chemnitz geboren, gehört zur Generation der Kinder, von denen viele ihre Väter im Krieg verloren haben und kaum begreifen konnten, was der Tod für das eigene Leben bedeutet.

Härtlings Roman ist keine Autobiografie im klassischen Sinne. Vielmehr beinhaltet er eine Vielzahl biografischer Elemente, denen der Autor darüber hinaus Strukturen einfügt, mit deren Hilfe er als kindlicher Erzähler sowohl mit dem verstorbenen Vater als auch mit sich selbst sprechen kann.

Edith Piaf bezauberte mit ihren Chansons Millionen. 2013, anlässlich ihres 50. Todestages, legte Jens Rosteck die erste große deutschsprachige Biografie der Sängerin vor. Er zeigt sie als ebenso zerbrechliche wie kompromisslose Künstlerin. Am 19.6. wird er aus seinem Werk lesen und sich dabei auf dem Klavier begleiten. Beginn: 11 Uhr.

Zur Buchmesse, deren Gastland die Niederlande sind, wird am Sonntag, 16.10., 11 Uhr, Helge Heynold ausgewählte Texte von Cees Noteboom lesen.

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