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Kelten in Hessen Frühlingsfest beim Fürsten

Rund um das Museum am Glauberg feiert die Archäologische Gesellschaft am 14. Mai ein Fest für die ganze Familie – mit Kunsthandwerk, regionalen Leckereien und Vorführungen mit Hütehund und Rückepferd.

Keltenwelt auf dem Glauberg
Hügel mit Aussicht: Skulptur am Ortseingang. Foto: Sascha Rheker

Sollte sich die Vorhersage des Portals Agrarwetter.de als so zuverlässig wie üblich erweisen, dann scheint am Sonntag rund um den Glauberg die Sonne. Ideale Voraussetzungen also, um das Frühlingsfest zu besuchen, das die Wetterauer Archäologische Gesellschaft Glauberg (WAGG) mit der Tourismus-Region Wetterau auf dem Gelände der Keltenwelt am Glauberg veranstaltet. Sollte aber am 14. Mai entgegen der Vorhersage ein heftiges Gewitter aufziehen, „dann muss ich das Gelände räumen lassen, da geht es dann um Sicherheitsvorschriften“, sagt Stephan Medschinski von der WAGG, der zusammen mit Anja Salzmann von der Tourismus-Region für die Organisation des Festes verantwortlich ist. Bevor er also Näheres zum Festprogramm erzählt, schaut Stephan Medschinski zur Sicherheit noch einmal bei Agrarwetter.de nach und sagt dann: „Doch, das sollte passen.“

Da nicht nur die Zahl der Besucher in den vergangenen Jahren stetig gewachsen ist, sondern auch immer mehr Aussteller mitmachen wollen, präsentieren sich zum inzwischen fünften Frühlingsfest mehr als 50 Aussteller, die Kunsthandwerk oder Speisen und Getränke anbieten. „Wir haben sehr darauf geachtet, dass es regionale Produkte sind“, betont Medschinski, „und es ist wirklich so, dass die Aussteller ihre Sachen auch selbst fertigen.“

Los geht das Fest, zu dem im vergangenen Jahr rund 3500 Besucher kamen, um 10 Uhr, das Ende ist für 18 Uhr angesetzt. Die ersten Vorführungen mit Hütehunden und Greifvögeln starten um 11 Uhr und werden den Tag über wiederholt. „Der Falkner wird die jungen Vögel aber nicht fliegen lassen“, sagt Medschinski, „nicht, dass ein kleiner Hund versehentlich zur Beute wird.“ Gespannt ist er auch auf den Holzrücker Jürgen Burk, der den Besuchern zeigt, wie er mit seinem etwas mehr als eine Tonne schweren Kaltblut Jonas im Wald arbeitet. „Jonas war wohl vorher ein Problempferd, aber seit er im Wald Bäume zieht, ist alles gut“, erzählt Medschinski amüsiert.

Apropos Amüsement: Das Fest und sämtliche Vorführungen sind kostenlos, einzig: wer ins Museum will, muss „dafür seinen Obulus entrichten“. Auch die Teilnahme an einer der fünf Wandertouren ist kostenlos. Die Thementouren starten – wie bei Sternwanderungen üblich – an unterschiedlichen Orten zu unterschiedlichen Zeiten (siehe Infokasten), die Ankunft aller Gruppen ist aber für 13 Uhr geplant. Erstmals gibt es keinen Shuttle-Service für die Wanderer, sagt Medschinski, denn „da sind zu wenige mitgefahren – wohl auch, weil viele eben mit dem Führer zurück wandern“. Einzig der Führer der 14-Kilometer-Tour, die in Büdingen startet, habe für den Rückweg einen Bus organisiert.

Und nach einem letzten Klick auf Agrarwetter.de sagt Medschinski schließlich: „Es gibt ja kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung – aber bei gutem Wetter ist es für alle schöner.“

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