Lade Inhalte...

„Illustre Gestalten“ in Darmstadt Das Schöne und das Nützliche

In der Darmstädter Centralstation versammeln sich am Wochenende Illustratoren aus der Region, um sich und ihre Arbeiten vorzustellen. Die Schau heißt „Illustre Gestalten 10 – Tête à Täät in Darmstadt“.

Centralstation
Da malt sich einer die Welt, wie sie ihm gefällt. Eine Illustration von Claas Janssen aus Frankfurt. Foto: c. Janssen

Die zehnte Auflage der „Illustren Gestalten“ wäre doch ein gebotener Anlass, eine schöne große Jubiläums-Schau zu veranstalten. Aber die gut zwei Dutzend Illustratorinnen und Illustratoren aus Darmstadt und der Region, die sich alljährlich in der Centralstation präsentieren, pflegen offenbar das Understatement.

Die diesjährige Schau am Samstag, 17., und Sonntag, 18. Februar, heißt „Illustre Gestalten 10 – Tête à Täät in Darmstadt“. Und das Programm wurde in bewährter Weise gestaltet. Heißt: Die Zeichnerinnen und Zeichner zeigen ihre Arbeiten, es gibt Lesungen und Workshops, Konzerte und Führungen – und es präsentieren sich Künstler aus jenem Land, das im Herbst zuvor Gastland der Frankfurter Buchmesse war. Am kommenden Wochenende sind das 17 Illustratorinnen und Illustratoren aus Frankreich und französisch-sprachigen Ländern; manche Künstler kommen persönlich vorbei, andere sind nur im Werk vertreten.

Vor allem geht es den Organisatoren der zweitägigen Ausstellung darum, „ein Bewusstsein zu schaffen dafür, was alles Illustration ist und sein kann“, sagt Claas Janssen. Der Illustrator aus Frankfurt ist im dritten Jahr als einer der Organisatoren an Bord. Er mag vor allem die Vielschichtigkeit dieser Veranstaltung: Die Atmosphäre sei „locker und lebendig“ und „man kann ein bisschen flanieren und dabei schauen, was es so gibt“. Und dabei eben entdecken, dass die Arbeiten einer Zeichnerin eher ins Künstlerische gehen, andere hingegen, so wie Janssen selbst, verständen Illustration eher als „angewandte Kunst, also Auftragsarbeiten“. Für Freischaffende wie ihn sei diese Schau daher eine gute Möglichkeit, in, nun ja, illustrer Gesellschaft Kunden zu akquirieren.

Doch zwischen all dem Suchen und Finden der Besucher und dem Werben der Zeichnerinnen und Zeichner für die eigene Kunst seien die „Illustren Gestalten“ laut Janssen auch „eine gute Gelegenheit für den Nachwuchs, sich über den Beruf des Illustrators zu informieren“. Bei Künstlern, die mitunter schon zwei Jahrzehnte in der Branche ihren Weg gehen, die ja von Postkarten über Plakatgestaltung bis hin zur Kinderbuch-Illustration reiche. „Bitte keine Scheu haben“, betont Janssen, „wenn wir am Stand und nicht gerade total versunken sind in irgendwas, einfach ansprechen!“

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen