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Fritz Rémond Theater in Frankfurt „Ladies Night“ kehrt zurück

In der neuen Spielzeit feiert das Fritz Rémond Theater in Frankfurt sein 70-jähriges Bestehen unter anderem mit der Rückkehr des Publikumslieblings „Ladies Night“. Die Komödie startet mit einer Farce in die Theatersaison 2016/17.

17.06.2016 13:51
Sonja Stöhr
Männer strippen gegen Armut: Die Komödie „Ladies Night“ läuft im Januar 2017 im Fritz Rémond Theater. Foto: Loredana LaRocca

Claus Helmer hat gute Laune, so wie es dem Ort und Anlass angemessen ist. Im Boulevard-Bistro der Komödie stellt der Direktor derselben sowie des Fritz Rémond Theaters die Spielpläne der beiden Häuser für die kommende Saison vor. Das ist einer der Gründe seiner guten Laune. Erfreut zeigt sich Helmer aber auch und überhaupt über die anhaltende Begeisterung für die beiden Frankfurter Kulturstätten. Für die Spielzeit 2016/17 verspricht er eine ausgewogene Mischung aus Publikumsmagneten, Klassikern und neuen, aufregenden Bühnenstücken.

Im Zootheater, das im kommenden Jahr 70 Jahre Gründungsjubiläum feiert, werden sechs Aufführungen, in der Komödie fünf zu sehen sein. Das jeweils letzte Stück der Saison steht jedoch noch nicht fest; hier lässt sich Claus Helmer Freiraum für kurzfristige Neuentdeckungen.

Im Fritz Rémond Theater wird die Spielzeit mit „Mögliche Begegnung“ am 8. September eröffnet. Regie bei der Komödie, in der es ein fiktives Treffen zwischen Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel gibt, führt Barry L. Goldman. Mit „Ein Inspektor kommt“ von Regisseur Thomas Weber-Schallauer wird ab Oktober ein moderner Klassiker über Schuld und Verantwortung zu sehen sein. Im Dezember folgt eines der Highlights der Saison: Die unter anderem mit dem Prix Molière ausgezeichnete Komödie „Chaos auf Schloss Haversham“ porträtiert den Versuch einer Laientruppe, ein Theaterstück aufzuführen. „Man könnte es auch als ‚Pleiten, Pech und Pannen‘ bezeichnen“, sagt Helmer, der Regie führen wird und den enormen technischen Aufwand der Inszenierung betont. Im Januar 2017 gibt es ein Wiedersehen mit den Jungs von der „Ladies Night“ (Regie: Folke Braband). Der Publikumsliebling der Spielzeit 2003/04 zeigt, wie in einer englischen Industriestadt Männer zu Strippern werden, um dem Elend zu entfliehen. Mit „Mandragola“ folgt im März eine Komödie aus der Feder des Philosophen Niccolò Machiavelli, in der ein Casanova zum Giftmischer wird.

In der Komödie läutet das Stück „Und ewig rauschen die Gelder“ am 14. September die neue Saison ein. In der Farce geht es um einen Arbeitslosen, der seiner Familie eine heile Welt vorgaukelt. Regie führt auch hier der Direktor selbst. „Verliebt, verlobt, verschwunden“ heißt es im November, dann kehrt Jutta Speidel nach Frankfurt zurück und analysiert unter der Regie von Sarah Kors das merkwürdige Verhalten heiratsfähiger Männer. Während in „Auf und davon“ (Dezember) zwei Trickbetrügerinnen an ihrem neuesten Opfer verzweifeln, lernen Mutter und Tochter in „Auf ein Neues“ (Januar 2017) von einem Obdachlosen viel über das Leben.

In der abgelaufenen Spielzeit zählte das Zootheater 62 456 Zuschauer und die Komödie 72 156. Gut die Hälfte der Theaterbesucher seien Jugendliche und junge Erwachsene. Wie zum Beweis betraten gegen Ende der Präsentation zwei junge Damen das Foyer, um an der Vorverkaufskasse Tickets zu bestellen. „Ich bin stolz auf das junge Publikum“, sagt Claus Helmer strahlend. Und er kann sich wahrscheinlich sicher sein, dass die Jugend auch weiterhin seine Leidenschaft für das Theater teilen wird.

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