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Festival in Frankfurt Afrikanisches Kulturfestival in Frankfurt

Das afrikanische Kulturfest im Frankfurter Rebstockpark lockt vom 22. bis 24. Juni drei Tage lang mit Live-Musik, Kinderprogramm und einem Basar mit afrikanischem Essen und Kunsthandwerk.

Afrikanisches & Karibisches Kulturfest
Unter anderem Kunsthandwerk gibt es auf dem Basar des afrikanischen Kulturfests. Foto: Michael Schick

Es wird wieder rhythmisch in Frankfurt. Denn beim afrikanischen Kulturfest im Rebstockpark gibt’s drei Tage lang Live-Musik mit ansteckenden Beats satt. Egal ob Reggae, Dancehall Ska, Punk, Jazz oder Hip Hop – allen gemein ist eine ordentliche Prise Lebensfreude.

King Chalice and the Tribe of Babylon ist einer der Bands, die im Rebstockpark auftreten. Herzlich wenig kümmern sich die Frankfurter um Genregrenzen: Während der Bläsersatz klare Jazz- und Funkwurzeln zeigt, macht die Rhythmusgruppe kein Geheimnis um ihre Ursprünge aus Reggae und Afrobeat. „Das Besondere an uns ist, dass wir Jazzstücke neu arrangieren und in Reggae oder Ska-Versionen spielen“, sagt Bandmitglied Alexander Pechmann. „Wir haben zu dritt angefangen. Nach und nach kamen immer neue Mitglieder mit ihren Instrumenten dazu. Da hat sich dann auch unser Stil verändert.“ Ihre Fusion aus Reggae und Jazz ist am Freitag, 22. Juni, ab 18.45 zu erleben.

Beim afrikanischen Kulturfest treten die Frankfurter Musiker zum ersten Mal auf – und sind voller Vorfreude. „Das ist ein tolles Festival. Ich finde, das Line-up ist in diesem Jahr wirklich großartig“, sagt Pechmann. Neben einem abwechslungsreichen Mix aus Musik, Kunst und Kultur möchten die Veranstalter ein aktives Zeichen gegen Neokolonialisierungen, Landraub, Sklaverei, strukturierten Rassismus und für mehr Solidarität setzen. 

Zum Line-up zählt auch Mal Élevé, Frontsänger der Band Irie Révoltés. Musikalisch bietet er eine energiegeladene Mischung aus Reggae, Dancehall Ska, Punk und Hip Hop und kombiniert diese stets mit politischen Inhalten auf Deutsch und auf Französisch. Werte wie Integrität, Respekt und Solidarität wollen die Mitglieder der Band Dub Inc vermitteln. Sie sind als Söhne von Immigranten in Frankreich aufgewachsen. 

Macka B war einer der ersten, der das Deejaying – die jamaikanische Art zu rappen – in Deutschland auf einer Bühne präsentierte. Doch anders als bei vielen anderen Dancehall-Deejays sind die Texte von Macka B immer positiv, von expliziten, frauenfeindlichen oder gewaltverherrlichenden Texten hält er sich fern. 

Die Reggae-Band Tiken Jah Fakoly von der Elfenbeinküste verbindet ebenfalls Beat mit ernsten und schlagkräftigen Texten. Er spricht in seinen Songs bewusst politische und soziale Probleme und Themen an. Immer wieder kritisiert er Korruption und Machtmissbrauch durch die politischen Eliten der Elfenbeinküste und Afrikas im Allgemeinen. Kritik übt Tiken Jah Fakoly auch an der Ausbeutung durch die Erste Welt. 

Zudem erwartet das Publikum ein großer Basar mit Kunsthandwerk und kulinarischen Genüssen. Für die Kinder kommt das Spielmobil und bringt Allerlei zum Rumtoben und Spielen mit. In der Soccerarena wird es ein Fußballturnier geben. Ein Geschichtenerzähler sowie eine Akrobatikshow sorgen zudem bei Kinder und auch Erwachsenen für Unterhaltung. Und an die Fußballfans ist ebenso gedacht: Die WM-Spiele werden live übertragen.

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