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Festhalle Frankfurt Telenovela „Soy Luna“ macht Station in Frankfurt

Die argentinische Disney-Serie „Soy Luna“ ist so erfolgreich, dass das Original-Cast nun auch in Europa Konzerte auf Rollschuhen gibt. In Frankfurt tritt es in der Festhalle auf.

Telenovela soy Luna
Luna (Karol Sevilla) und ihre große Liebe Matteo (Ruggero Pasquarelli). Foto: Juan Ignacio Genco

Es glitzert und funkelt überall: Manchmal weiß man vor lauter Glitzerjacketts und Goldröckchen gar nicht, wo man hinschauen soll. „Soy Luna Live“, die Konzertversion der argentinischen Disney-Telenovela, ist Rollschuhdisko, Glitzer-Outfits, perfekt durchgestylte Choreos. So ein bisschen Studio 54, nur halt ohne Sex und Drogen. Hey, es ist ja auch eine Disney-Produktion. Dafür gibt es faszinierende Rückwärts-Saltos und akrobatische Tanzeinlagen mit und ohne Rollschuhen. Und wie es sich für jede gute Teenie-Story gehört: ganz große Gefühle.

Die spanischen Pop-Hymnen sind so eingängig, dass man auch als Nicht-Fan mitsummt – und, sofern es die eng zusammengestellten Stühle erlauben, im Sitzen mittanzt. „Soy Luna Live“ ist nach einer ausverkauften Südamerika-Tour, nun in Europa. Los ging es gerade in Spaniens Städten.

Das Wizink-Stadion in Madrid, dort wo sonst auch Großveranstaltungen wie die Basketballspiele von Real Madrid ausgetragen werden, ist ausverkauft. 13 000 Zuschauer passen rein. Bestuhlt. Die meisten Soy-Luna- Fans sind Mädchen zwischen sechs und zwölf Jahren. Sie sitzen mit Mama und Papa, die meist auch alle Texte mitsingen können. Wahrscheinlich haben sie die Songs einfach sehr oft aus dem Kinderzimmer gehört.

Die Mädchen in Soy-Luna-Shirts winken aufgeregt ihren Helden mit Flaggen entgegen. Zu den klaren Favoriten, also bei denen am meisten losgeschrien wird, zählt einmal die mexikanische Hauptdarstellerin Karol Sevilla (18), die Luna spielt. Sowie der Italiener Ruggero Pasquarelli (24), der ihre große Liebe Matteo verkörpert. Die Fans nennen sie „Lutteo“. Eine Mischung aus Luna und Matteo. So wie früher mal Brangelina. Nur eben, dass sie kein echtes Paar sind.

Den Hauptdarstellern folgen jeweils sechs Millionen Menschen auf Instagram. In Südamerika sind sie Superstars, die Flughäfen oft nur mit Security und durch den Hinterausgang verlassen können. „Mir haben Leute schon Arroganz vorgeworfen. Also, weil ich oft Security brauche, aber gerade in Südamerika haben die Fans kein Gefühl für Distanz. Ich bin ja nur etwas über 1,50 Meter und Fans haben mich vor lauter Euphorie schon beim Versuch mich zu umarmen umgeworfen“, erzählt Karol Sevilla einen Tag nach dem Konzert.

„Teenie-Fans haben sich unsere Initialen tätowieren lassen. Das ist verrückt“, erzählt Jorge López. Der 26-jährige Chilene spielt Ramiro, einen der Rollschuh-Läufer. Auch in Madrid stehen Kinder für ein Foto vor ihrem Hotel stundenlang im Regen.

Für 503 Euro kann man Meet-and-Greet-Tickets in Deutschland erwerben. Diese sind schon in vielen Städten ausverkauft. Es ist bereits die zweite argentinische Disney-Serie, die es auf die große Bühne geschafft hat. Die Vorgänger-Serie „Violetta“ etablierte die argentinische Hauptdarstellerin Martina Stoessel als Popstar. Zweimal war „Violetta live“ in Europa und verkaufte mehr Tickets als die Boyband One Direction.

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