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English Theatre in Frankfurt Eine Show für die Arche Frankfurt

Das English Theatre in Frankfurt feiert mit dem Musical Jekyll & Hyde“ wieder einen Erfolg – und lässt einen Kinderhilfsverein daran teilhaben.

English Theatre in Frankfurt
Erfolgreiche Truppe: “Jekyll & Hyde“ ist im English Theatre gerade verlängert worden. Foto: Rolf Oeser

Das Musical „Jekyll & Hyde“ im English Theatre in Frankfurt ist ein Renner: Mehr als 12 000 Besucher sahen das Stück seit der Premiere Mitte November. Gerade hat das Theater sogar bekannt gegeben, dass die Saison aufgrund des enormen Erfolgs noch einmal verlängert wird. Statt wie geplant bis zum 11. Februar läuft die ein bisschen gruselige Geschichte Robert Louis Stevensons über die Verwandlung eines braven, fleißigen Wissenschaftlers in einen Unhold nun bis zum 4. März.

Für die zwölf Darsteller und die sechsköpfige Live-Band – in London für die Frankfurter Produktion gecastet – sind die Auftritte natürlich harte Arbeit. Sechs Mal in der Woche wird gespielt, dazwischen auch weiter geprobt und trainiert.

Trotzdem ist da noch Platz für ein freiwilliges Zusatzengagement, ein ehrenamtliches. Seit dem Jahr 2006 unterstützt das English Theatre, ganz in angelsächsischer Tradition, eine Einrichtung im Rhein-Main-Gebiet mit einer Show, deren Erlös dank etlicher Sponsoren dem Partner zugute kommt. In den vergangenen Jahren waren das etwa die Aktion Luftsprung für junge Menschen mit einer chronischen Erkrankung oder der Verein Projekt Schmetterling, der Krebskranken und ihren Angehörigen mit der psychischen Belastung der Krankheit umzugehen hilft.

In diesem Jahr setzen sich die Schauspieler des English Theatre für die Arche Frankfurt ein. Der Verein kämpft gegen Kinderarmut und bietet Kindern sowie Jugendlichen beispielsweise Frühstück und Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und Freizeitangebote.

Warum dieses Engagement in der Freizeit, wenn man doch schon mehr als ausgelastet ist? „Es ist schön, etwas zurückzugeben“, sagt Leon Kay, der Resident Director für die Spielzeit in Frankfurt ist und im Stück den Gabriel John Utterson spielt. „Meine Eltern sind sehr früh gestorben. Das war hart. Ich hatte nie zu so etwas vergleichbarem Zugang. Es ist schön zu sehen, dass es hier so etwas wie die Arche gibt.“

Im Dezember waren die englischsprachigen Schauspieler bereits bei der Arche in Frankfurt-Griesheim, und die Begegnung war deutlich unkomplizierter, als von einigen Darstellern befürchtet. „Einige Kinder sprechen sehr gut Englisch“, sagt Jessica Singer, die im Stück die Nellie spielt und zugleich auch noch als Actor musician die Band mit ihrer Klarinette unterstützt. Diesmal treten die Darsteller ohne Gage am Sonntag, 4. Februar, in den Räumen des Theaters auf und arrangieren Stücke aus der aktuellen „Jekyll & Hyde“-Produktion neu. „Da habe ich die nächsten Wochen noch ganz schön was zu tun“, scherzt Musical Director Edward Hewlett, der in der regulären Show Keyboard spielt. Auch seine Kollegen müssen noch proben. Am 4. Februar dirigiert er die Band. „Er ist auch der Moderator. Das wird lustig“, sagt Singer.

Wie genau die Show aussehen wird, ist noch offen. „Mir schwebt irgendwas zwischen Gilbert and Sullivan und Elton John vor“, sagt Hewlett und lacht.

Am Tag der exklusiven Musical-Show geht es im Anschluss gleich weiter – denn da läuft schon die nächste „Jekyll & Hyde“-Vorstellung in dem Theater an der Gallusanlage.

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