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Comedy in Frankfurt Frankfurter Klasse feiert Premiere

Das Bornheimer Comedy-Duo Frankfurter Klasse feiert bald Premiere ihres neuen Bühnenprogramms „Geh ma bitte nach Hause“. Gerade laufen die Proben.

Frankfurter Klasse
Nabil (Tim Karasch) mit Energie-Trichter und Mentor Klaus (Jochen Döring). Foto: Renate Hoyer

Auf den roten Zuschauer-stühlen der Landungsbrücken im Frankfurter Gallus sieht es ein bisschen aus wie auf der Rückbank eines Autos, in dem man viele Stunden seines Lebens verbringt: Die halbvolle Milchbrötchen-Packung liegt neben einem Coffee-to-go-Deckel und einer leeren Brötchentüte. Und dann sind da auch zwei große Aktenordner aufgeschlagen: „Ja, Nabil schwimm dich frei“, steht da beispielsweise, und der Satz ist mit grünem Edding markiert.

Eine Textzeile aus dem neuen Programm des Bornheimer Erfolgs-Comedy-Duos Frankfurter Klasse. 32 000 Fans haben sie auf Facebook, allein ihre Youtube-Videos werden tausendfach geklickt. Am 28. September feiern sie nun die Premiere ihres dritten Bühnenprogramms mit dem Titel „Geh ma bitte nach Hause“. Und zwar in der Batschkapp. Geprobt wird aber zunächst in den Landungsbrücken. Seit 9 Uhr morgens sind die beiden Comedians an diesem Montag hier. „Von den 600 Tickets für die Premiere sind 500 schon weg“, erzählt Jochen Döring (35), besser bekannt ist der Schauspieler in seiner Paraderolle als „immigriertes It-Girl“ Zeynep.

Ihr Lifestyle: Im Primark shoppen, mit Freundinnen chatten oder sich die Haut im Sonnenstudio bräunen lassen. Und dann immer wieder im Jobcenter sitzen. Für die Rolle lässt Döring seinen Bart dran – und Zeyneps Handysucht und Konsti-Sprech kommen an.

Genauso beliebt ist Nabil, den Tim Karasch (42) spielt: Als schon straffällig gewordener Jugendlicher mit Migrationshintergrund hat es Nabil Masaad nicht einfach, sich in der Welt durchzuschlagen. Und deswegen besucht er im neuen Stück das etwas andere, ziemlich esoterisch angehauchte Motivations-Seminar: „‚Vom Schattenmensch zum Sonnenmensch’ heißt es und wird vom schwäbelnden Klaus geleitet“, verrät Döring. Nur so viel: Es gibt einen Ball: „Und nur wer den fängt, darf auch reden“, sagt Döring. Und Nabil bekommt dann noch einen „Energie-Trichter“ auf den Kopf gesetzt. Ob das was hilft? Das werden die Zuschauer dann wohl erst bei der Premiere erfahren.

Klaus ist eine der zwei neuen Figuren: Die andere heißt Ulrike Sternburg, eine Alt-68erin und, na klar, Pädagogin. Die erste weibliche Rolle für Karasch. Auf seinem Smartphone zeigt er ein Foto von der „Sozialromantikerin“ und „nervigen Ökotante, die für alles und jeden Verständnis hat“. Optisch könnte sie eine pummelige Cousine von Angela Merkel sein. Beide Comedians schlüpfen in die verschiedensten Rollen mit, wie sie sagen, „Gossencharme“: Leute, die sie von der U-Bahn kennen. Immer in „überzogen“, sagt Karasch. Unter den zwölf Straßenphilosophen sind aber auch wieder die den Fans bereits bekannte Figuren dabei: Das soziopathische Mamasöhnchen Rainer Hackenbusch (Karasch) und sein Socken-und-Sandalen tragender Bekannter Lutz Volker (Döring). Oder die Büdchen wie Eintracht liebenden Mario Pfaff (Döring) und Speedy (Karasch).

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