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Buch „Darmstadt zu Fuß“ Wie der Jugendstil nach Darmstadt kam

Der Autor Michael Kibler führt in seinem Buch „Darmstadt zu Fuß“ über die geschichtsträchtige Mathildenhöhe über die Rosenhöhe bis zu den Häusern der Künstlerkolonie.

14.09.2018 15:03
Mathildenhöhe in Darmstadt
Die Russische Kapelle und der Hochzeitsturm. Foto: Michael Schick

Unser Rundgang startet vor dem Wahrzeichen der Mathildenhöhe und letztlich Darmstadts: dem Hochzeitsturm. Er erinnert an die Hochzeit von Großherzog Ernst Ludwig mit Eleonore zu Solms- Hohensolms-Lich im Jahre 1905. (...)

Am Ausstellungsgebäude vorbei gelangt man zum Ernst- Ludwig-Haus, heute das „Museum Künstlerkolonie“. (...) Das Gebäude war das Atelier für die Künstler der ersten Stunde: Joseph Maria Olbrich, Hans Christiansen, Rudolf Bosselt, Peter Behrens, Patriz Huber, Paul Brück und Ludwig Habich.

Den Olbrichweg hinunter gehen wir in Richtung Rosenhöhe. (...) Durch das Löwentor hindurch schreitet man entlang einer wunderschönen Allee. Rechter Hand befinden sich einige Bungalows. Sie stammen aus den Sechzigerjahren, als die Stadt eine weitere Künstlerkolonie auf der Rosenhöhe einrichten wollte. (...) 

Folgt man dem geschwungenen Weg, stößt man auf das Teehäuschen. Es stammt aus der Zeit des Biedermeier, Architekt ist vermutlich Georg Moller. Um 1815 ließ Großherzogin Wilhelmine, die Gemahlin des Großherzogs Ludwig II. – Ernst Ludwigs Urgroßonkel –, den Park Rosenhöhe als Landschaftsgarten auf dem Gelände eines ehemaligen Weinberges anlegen. 

Dem Fußweg folgend, kommt man zu dem Bereich des Parks, der dem sonnigen Erdenfleck einen Hauch Melancholie entgegensetzt: Zuerst sieht man das Neue Mausoleum, rechter Hand davon die Gräber unter freiem Himmel und dahinter das Alte Mausoleum. (...) Wie auch das Vorbild ist das Neue Mausoleum innen reichhaltig mit Mosaiken verziert. (...)

Wir stoßen gleich auf den Hauptweg, der zum Rosarium führt. Der Bau des Rosariums wurde 1900 begonnen. Bereits damals entstanden der Rosendom und die Terrassen. (...)

Wir verlassen das Rosarium, gehen den Ludwig-Engel-Weg ein Stück zurück (...) und folgen dem Thießweg bis zum Ausgang aus der Rosenhöhe. eWenn wir den Bahnübergang überqueren, fällt der Blick auf den Ostbahnhof. Er ist eine hervorragend erhaltene Bahnstation aus dem Jahre 1869. (...) Die einstige „Station Rosenhöhe“ verbindet bis heute die ehemalige Residenz mit dem östlichen Umland. (...)

Über die Erbacher Straße gelangen wir in den Prinz-Christians-Weg. Hier finden sich noch einige Häuser aus der Zeit der Künstlerkolonie, etwa das Haus Deiters, benannt nach seinem Bauherrn. Entworfen hat es Joseph Maria Olbrich. (...) Vom Prinz-Christians-Weg führen Treppen nach rechts, in den Christiansenweg, zum „Großen Haus Glückert“, ebenfalls von Olbrich entworfen und nach dem Bauherrn benannt. (...) Es beherbergt heute die „Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung“. An der Ecke zum Alexandraweg steht das Haus Behrens, das unter den Häusern der ersten Ausstellung der Künstlerkolonie einen Sonderstatus hatte: Es war das einzige nicht von Olbrich entworfene Haus. (...)

Weiter geht es in Richtung Russische Kapelle. (...) Auch wenn es nicht so wirkt – sie war eigentlich zuerst da. Vor dem Hochzeitsturm, vor dem Ausstellungsgebäude, vor der Künstlerkolonie. (...)

Literaturtipp: Michael Kibler, Darmstadt zu Fuß, Societäts-Verlag, ISBN 978-3-95542-292-9,
14 Euro

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