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Ausstellung in Aschaffenburg Einfluss der Antike auf Mode

Wie stark beeinflusst die Mode der Antike unseren heutigen Kleidergeschmack? Dieser Frage geht die Sonderausstellung „Divine X Design“ im Aschaffenburger Pompejanum nach.

Ausstellung in Aschaffenburg
„Fliegen“ lautet das Motto für das Kleid. Vorbild ist eine Hydria mit der Darstellung der Götterbotin Iris. Foto: Peter Schreiber

Mit der aktuellen Sonderausstellung „Divine X Design. Das Kleid in der Antike“ im Aschaffenburger Pompejanum beschreiten die Staatlichen Antikensammlungen und die Glyptothek München Neuland. Denn für die Schau sind sie eine Kooperation mit Studierenden der Akademie Mode & Design (AMD) eingegangen, die nach antiken Vorbildern zeitgenössische Mode entworfen haben. 

Das verleiht der Ausstellung einen besonderen Reiz und ermöglicht einen Dialog zwischen den Epochen, der verdeutlich, welch’ hohe gesellschaftliche Relevanz Kleidung damals wie heute hat. Da kaum Textilreste aus der griechischen Zeit erhalten sind, wird anhand von gemalten Bildern auf antiken Gefäßen, Statuetten aus Ton und Bronze sowie Schmuck Fragen nach Aussehen, Bedeutung der damaligen Kleidung sowie Fertigungsprozessen nachgegangen. 

Die Kleidung der Antike kannte weniger Schnitte und Nähte, sondern nutzte Drapierungen von Textilien. Diesen Umgang mit Stoffen haben die jungen Modemacher in vielen Entwürfen aufgegriffen. 

Ausgehend von inhaltlichen Fragestellungen etwa im Umgang mit dem Mythos oder mit Körpervorstellungen, aber auch von formalen Anknüpfungspunkten etwa bei der Bearbeitung von Faltenwürfen sind zwei Modekollektionen entstanden. Ausgewählte Kleider zeigen in der Ausstellung, wie fruchtbar eine solche gestalterische Auseinandersetzung mit antiker Kunst sein kann. 

Schöne Beispiele für den gelungenen Umgang mit antiker Kunst sind das von Schwingen getragene Kleid „Fliegen“ der Designschülerin Maria Luisa Kargl nach der Darstellung der Götterbotin Iris auf einem Wassergefäß oder der Entwurf „Tierfrau“ von Frank Lin, für den ein Marmorrelief der Medusa Rondanini aus der Zeit um 440 vor Christus als Vorbild diente. 

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