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Frankfurt Flughafen Ex-Präsidentschaftskandidat Bulgariens randalierte

Bei dem bulgarischen Fluggast, der am Mittwochnachmittag auf einem Lufthansa-Flug von Sofia nach Frankfurt dermaßen randalierte, handelt es sich um keinen Unbekannten.

05.02.2010 00:02
Bulgariens Ex-Präsidentenkandidat Wolen Siderow. Foto: epa

Bei dem bulgarischen Fluggast, der am Mittwochnachmittag auf einem Lufthansa-Flug von Sofia nach Frankfurt dermaßen randalierte, dass ihm noch auf der Landebahn mehrere Streifenwagen zu seinem gelungenen Auftritt gratulieren wollten, handelt es sich um keinen Unbekannten. Sondern um Wolen Siderow, 53 Jahre alt, ultra-nationalistisch und antisemitisch orientierter Politiker, Chef der Partei Ataka und ehemaliger Präsidentschaftskandidat (immerhin 21 Prozent anno 2006).

Wobei man Siderow zugute halten muss, dass er sich über den Wolken nicht groß anders benimmt als drunter, wo er gerne gegen "Juden-Kapitalisten aus den USA und Westeuropa" wettert.

Das Siderow einen Diplomatenpass mit sich führte, ersparte ihm immerhin einen Alkoholtest. Ob er auf dem Flug tatsächlich diplomatische Immunität besessen hat, wird nun zu klären sein.

Er steht damit in einer unrühmlichen Reihe mit Jurij Luzenko, dem ehemaligen Innenminister der Ukraine, der im Mai vergangenen Jahres auf dem Weg von Kiew nach Seoul in Frankfurt sternhagelvoll zwischenrandalierte, nachdem ihm der Weiterflug wegen seiner Trunkenheit verweigert worden war.

Luzenko wurde daraufhin kurzzeitig von seinen Aufgaben entbunden, kehrte aber bald wieder in sein Amt zurück, das er erst Anfang dieses Jahres wieder verlor - aus politischen Gründen. (skb)

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