Lade Inhalte...

Frankfurt/Berlin Piloten: Ryanair wird kaum Flugzeuge in die Luft bekommen

Auch Frankfurt ist betroffen: Der erste gemeinsame Streik von Piloten und Flugbegleitern soll den Billigflieger Ryanair am Mittwoch hart treffen.

11.09.2018 12:41
Flugzeuge mit dem Logo von Ryanair
Flugzeuge von Ryanair. Foto: Virginie Lefour/BELGA/Archiv

Auch Frankfurt ist betroffen: Der erste gemeinsame Streik von Piloten und Flugbegleitern soll den Billigflieger Ryanair nach dem Willen der Gewerkschaften hart treffen. „Es wird für Ryanair am Mittwoch sehr schwierig, noch Flugzeuge aus Deutschland zu bewegen“, sagte der Sprecher der Vereinigung Cockpit, Markus Wahl, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Mit der ebenfalls streikbereiten Gewerkschaft Verdi sei man im Austausch.

Ryanair hatte am Dienstagvormittag noch keine Flüge für den geplanten Streiktag abgesagt, sondern die Piloten aufgefordert, ihrer Arbeit nachzugehen. Der größte europäische Billigflieger hat an elf deutschen Flughäfen mehr als 40 Flugzeuge stationiert, rund ein Zehntel seiner Flotte.

VC und Verdi haben für diesen Mittwoch einen ganztägigen Streik an den deutschen Basen angekündigt. Dort sind rund 400 Piloten und 1000 Flugbegleiter beschäftigt. Unter den Piloten gibt es nach VC-Einschätzung etwa ein Drittel, das nicht direkt bei Ryanair angestellt ist und daher nicht mitstreiken kann. Für Verdi ist es der erste Streik bei Ryanair.

Bei der ersten Streikwelle am 10. August hatten die deutschen Piloten gemeinsam mit Kollegen aus den Niederlanden, Belgien und Schweden die Arbeit niedergelegt. Die Airline hatte in der Folge rund 400 Verbindungen abgesagt, rund ein Sechstel des für diesen Tag geplanten Europa-Programms. Betroffen waren damals rund 55 000 Passagiere.

In Deutschland fielen rund 250 Flüge aus. Rund ein Drittel der hierzulande geplanten Verbindungen konnte stattfinden, da die Maschinen und ihre Besatzungen aus dem nicht bestreikten europäischen Ausland gekommen waren. Auch die österreichische Laudamotion musste eine Reihe von Flügen absagen, da sie auf Leihmaschinen der Ryanair angewiesen ist. (FR/dpa)

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen