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Protest gegen Fluglärm Menschenkette über sieben Brücken

Fantasievoll, fröhlich und lautstark wollen die Frankfurter Bürgerinitiativen am Sonntag, 24. Juni, gegen Fluglärm demonstrieren. Eine Menschenkette soll die sieben Brücken über den Main verbinden. Die Kirchen am Mainufer lassen dazu ihre Glocken läuten.

Menschenkette gegen Fluglärm: Die Offenbacher haben es im September 2011 vorgemacht. Foto: Michael Schick

Fantasievoll, fröhlich und lautstark wollen die Frankfurter Bürgerinitiativen am Sonntag, 24. Juni, gegen Fluglärm demonstrieren. Eine Menschenkette soll die sieben Brücken über den Main verbinden. Die Kirchen am Mainufer lassen dazu ihre Glocken läuten.

An Ideen fehlt es den Gegnern des Frankfurter Flughafenausbaus wahrlich nicht: Fantasievoll, fröhlich, lautstark und vor allem friedlich sind ihre Demonstrationen. Und machtvoll. Das wollen sie am Wochenende wieder einmal beweisen.

Tausende von Mitstreitern erwarten die Frankfurter Bürgerinitiativen am Sonntagnachmittag. Mit einer Menschenkette sollen sie die sieben Brücken über den Main verbinden. In den Händen werden sie ein eigens für den Anlass gedrucktes Band halten. Danach gibt es eine La-Ola-Welle von der Flößerbrücke bis zur Friedensbrücke und zurück – eine dramaturgische Herausforderung angesichts so vieler Teilnehmer.

Die evangelischen und katholischen Kirchen am Mainufer schließen sich dem Protest an. Im Vorfeld werden sie von 14.25 Uhr bis 14.30 Uhr die Glocken läuten lassen.

Danach ziehen die Oberräder Christen singend nach Sachsenhausen. Andere Gemeinden laden zum „Gebet für die fluglärmgeplagte Stadt“ ein oder öffnen ihre Gotteshäuser als „Oase der Stille“. Danach gehen alle an den Main, wo sie sich um 15 Uhr treffen.

Aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet sind bei den Organisatoren Solidaritätsadressen und Zusagen zur Teilnahme eingegangen. Gegner des Flughafenausbaus in Berlin haben einen Bus gechartert, um bei dem Frankfurter Großereignis dabei zu sein.

„Wir haben eine riesige Resonanz, viele Organisationen unterstützen uns“, freut sich Ursula Fechter von der Bürgerinitiative (BI) Sachsenhausen am Dienstag im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau. Sämtliche Stadtverordneten seien eingeladen, sich mit den Inhalten der Demonstration auseinanderzusetzen: „Ich bin sehr gespannt, wer sich sehen lässt.“

Aktion mit hohem Spaßfaktor

Stilllegung der neuen Landebahn, keine Erweiterung – das sind die Forderungen, für die die Menschenkette stehen soll. Ebenso: Nachtruhe von 22 bis 6 Uhr, eine Deckelung der Zahl der Flüge und eine Verminderung der Luftschadstoffe.

Dass der Weg dorthin steinig ist, wissen die Ausbaugegner. Deshalb werden sie zum Abschluss der Kundgebung auf der Untermainbrücke das Lied „Über sieben Brücken musst du gehen“ singen. Zuvor wird es Reden geben, Musik, eine Sambagruppe tritt auf, Trommler machen Tamtam.

Dribbdebach wird viel los sein. Spaßfaktor: hoch.

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