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Nachtflugverbot Flughafen Frankfurt Flugsicherung fordert Toleranz bis 23.10 Uhr

Nach dem Flughafenbetreiber Fraport fordert auch die Deutsche Flugsicherung (DFS) flexiblere Nachtflugzeiten am Frankfurter Flughafen - und führt als Beispiel für eine flexiblere Handhabung den Flughafen Düsseldorf an.

20.07.2012 07:37
Flughafen Frankfurt
Derzeit gilt das Nachtflugverbot zwischen 23 und 5 Uhr. Foto: dapd

Nach dem Flughafenbetreiber Fraport fordert auch die Deutsche Flugsicherung (DFS) flexiblere Nachtflugzeiten am Frankfurter Flughafen - und führt als Beispiel für eine flexiblere Handhabung den Flughafen Düsseldorf an.

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) setzt sich in der Diskussion um das Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen für mehr Flexibilität bei den Abflügen am Abend ein. „Wenn man einem Passagier um 23 Uhr und zehn Sekunden deutlich machen muss, Du rollst wieder zurück, auf Dich wartet ein Feldbett, dann meine ich, wäre ordnungspolitisch etwas mehr Flexibilität angebracht“, sagte DFS-Chef Dieter Kaden der Mainzer „Allgemeinen Zeitung“. Bei allem Verständnis für die Anwohner könne er sich deshalb eine Toleranz bis etwa 23.10 Uhr vorstellen. In Düsseldorf gäbe es bereits eine solche flexible Handhabung.

Alle Versuche, „zu dem unerträglichen Taglärm jetzt auch noch am gesetzlichen Nachtflugverbot zu rütteln“ zeigten, „wie stark die Luftfahrtlobby versucht, die Politik zu gängeln“, sagte auch die Sprecherin des BBI, Ingrid Kopp. Fraport trage das unternehmerische Risiko, alle Starts bis 23.00 Uhr abzuwickeln, „will aber aus Gründen der Gewinnmaximierung ein Kontingent von Flügen starten lassen, zudem sie anscheinend nicht in der Lage ist, zeitgemäß die Abfertigung vorzunehmen“.

Kaden wies in der „Allgemeinen Zeitung“ Vorwürfe zurück, die Flugsicherung lasse sich vom Flughafenbetreiber Fraport und den Fluggesellschaften unter Druck setzen. „Den gibt es nicht, und den würden wir auch ablehnen“, sagte der DFS-Chef.
Zugleich warnte er vor zu hohen Erwartungen in Sachen Lärmschutz durch neue Flugverfahren. Gerade im Endanflug sei wegen der Lage der neuen Nordwest-Landebahn kaum Entlastung möglich: „Der Flugverkehr ist nun mal da“, sagte Kaden. (dapd)

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