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Fraport Lärmschutzbericht Krach bleibt gleich

Im Vergleich zum Vorjahr bleibt die Lärmbelastung am Frankfurter Flughafen gleich, wie der neue Lärmschutzbericht der Fraport zeigt. Zwischen dem erfassten Zeitraum von März bis Oktober starteten 113 Maschinen mit Ausnahmegenehmigung vom Nachtflugverbot.

113 Ausnahmen vom Nachtflugverbot gab es zwischen März und Oktober. Foto: dpa

Im Vergleich zum Vorjahr bleibt die Lärmbelastung am Frankfurter Flughafen gleich, wie der neue Lärmschutzbericht der Fraport zeigt. Zwischen dem erfassten Zeitraum von März bis Oktober starteten 113 Maschinen mit Ausnahmegenehmigung vom Nachtflugverbot.

Die Lärmbelastung am Frankfurter Flughafen ist im Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben. Das zeigt der neue Lärmschutzbericht, den der Flughafenbetreiber Fraport am Donnerstag vorgestellt hat. Erfasst wurde ein Zeitraum von Ende März bis Ende Oktober und mit dem gleichen Zeitraum im Jahr 2012 verglichen. „Tagsüber hat es an den meisten Messpunkten keine wesentlichen Änderungen gegenüber dem Vergleichszeitraum gegeben“, heißt es. „Die Zahlen bei der Lärmminderung sind nicht spektakulär“, sagt auch Fraport-Vorstand Peter Schmitz.

Die Geräuschkulisse erfasst haben 26 Messstationen, die in der Region rund um den Flughafen verteilt sind. Alle Werte wurden gemittelt. Einzelschallspitzenereignisse wie An- und Abflüge älterer Maschinen mit lauten Triebwerken sind nicht angegeben.

Aufgrund der häufigeren Ostwetterlage in diesem Jahr starteten und landeteten mehr Flüge in östlicher Richtung. In der Regel starten und landen am Flughafen drei Viertel aller Maschinen in westlicher Richtung. Bei stärkerem Ostwind erfolgen Starts und Landungen in Richtung Ost, weil sich die Start- und Bremsstrecke verkürzt, wenn Flugzeuge gegen den Wind abheben und landen. Nachts zwischen 23 und 24 Uhr starteten von März bis Oktober insgesamt 113 Maschinen, die alle eine Ausnahmegenehmigung vom Nachflugverbot hatten. Im Vorjahr waren es 449 Flieger.

Im Schnitt starten und landen täglich rund 1375 Flugzeuge am Frankfurter Flughafen. Die Zahl der Flugzeuge hat sich seit dem vergangenen Jahr um ein Prozent verringert, die Passagierzahlen nahmen um ein Prozent zu. Das erklärt Fraport damit, dass größere Maschinen mehr Fluggäste befördern können. Das Unternehmen hält sich zugute, sich für aktiven Lärmschutz einzusetzen.

Ein Anreiz für Fluggesellschaften, leisere Maschinen einzusetzen, sei das Lärmentgelt, das die Airlines zahlen müssen, wenn ihre Maschinen zu laut sind. Während eine Boeing B712 mit 77 Dezibel Lautstärke tagsüber 40 Euro Entgelt zu zahlen hat, müsste das russische Militär-Transportflugzeug Antonow An-124 mit mehr als 91 Dezibel 20 000 Euro zahlen, sollte es je tagsüber in Frankfurt landen.

Die Vorschläge für mehr Lärmschutz, die die Allianz für Schallschutz Anfang 2012 erarbeitet hatte, würden nach und nach umgesetzt, berichtete Schmitz. Dazu zählten ein Anheben der Flughöhe, Umfliegen von Siedlungsschwerpunkten, Lärmpausen durch wechselnde Flugrouten und die Reduzierung von Bodenlärm durch das Schleppen von Flugzeugen.

Auch um Lärmentgelt zu sparen, investiere die Lufthansa derzeit in Flugzeuge mit neuen Triebwerken, die bis zu einem Drittel leiser seien als die Vorgänger. Zusätzlicher Lärmschutz sei durch die Anhebung des Anflugwinkels von 3 auf 3,2 Grad möglich, was seit Oktober 2012 erprobt werde. Getestet wurde auch der steilere Anflug in einem Winkel von 4,49 Grad. Bis diese Variante genehmigt sei, könnten noch Jahre vergehen, sagt Schmitz.

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