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Frankfurter Flughafen Bombe am Flughafen entschärft

2. Update Fünf Hotels geräumt, die A3 gesperrt: Erneut wurde am Frankfurter Flughafen eine Weltkriegsbombe gefunden. Probleme bei der Entschärfung machte der explosive Fund in der Nacht aber nicht.

Frankfurter Flughafen
Auf dem Gelände des Frankfurter Flughafens wurde eine Weltkriegsbombe gefunden. Foto: Christoph Boeckheler

Bei den Bauarbeiten der S-Bahn-Anbindung Gateway Gardens ist eine US-amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Die Polizei evakuierte in der Nacht auf Mittwoch deshalb fünf Hotels - 1500 Menschen mussten das Areal verlassen. Erst vor wenigen Wochen hatten fast 70 000 Bewohner mehrerer Stadtteile nach einem Bombenfund im Westend ihr Zuhause vorübergehend räumen müssen.

    Die fünf Hotels in Gateway Gardens befanden sich in der Sicherheitszone von 500 Metern rund um den Bombenfundort. Zudem sperrte die Polizei jeweils einen Abschnitt der Autobahn 3 und der Bundesstraße 43 in diesem Bereich. Auch ein Teil des Terminals 2 am Frankfurter Flughafen musste kurzzeitig geschlossen werden. Aufgrund des nächtlichen Flugverbots wurde der Flugverkehr aber nicht gestört. "Wir haben keine Vorkommnisse zu vermelden", sagte Polizeipressesprecher Manfred Füllhardt am Mittwoch. Sowohl die Evakuierung als auch die Straßensperrungen sei unter dem Einsatz von mehreren Dutzend Polizisten reibungslos verlaufen.

    Auch Martin Melzek, Pressesprecher des Hotels Park Inn in Gateway Gardens, zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf der Evakuierung: "Nachdem wir gegen Mittag von der Polizei informiert wurden, hat sich ein Team aus Mitarbeitern um die Sicherheit unserer Gäste gekümmert." Trotzdem habe es mit 40 Stornierungen, die das Hotel kostenlos angeboten hatte, einen "nicht unerheblichen Verlust" gegeben. Die 235 verbleibenden Hotelgäste warteten während der Entschärfung der Bombe von 23 bis 1.30 Uhr im Terminal 1 des nahen Flughafens.

     Bombenfunde bei größeren Bauvorhaben in Deutschland seien keinesfalls außergewöhnlich, sagte Christoph Süß. Er ist Pressereferent beim Regierungspräsidium Darmstadt, wo der hessische Kampfmittelräumdienst angesiedelt ist. Baugrundstücke in Gebieten, in denen Kampfmittelfunde wahrscheinlich sind, erhalten regulär Auflagen zur Vorbereitung und Begleitung des Baus. Werden Munition oder Bomben gefunden, rücken die Munitionsfachleute an. Das geschehe in Hessen jährlich knapp 500 Mal. Durchschnittlich kämen so 35 Bomben und 500 Tonnen Munition im Jahr zusammen. "Gerade rund um den Frankfurter Flughafen haben wir schon sehr viele Bomben gefunden, und es kann immer wieder etwas gefunden werden", sagte Süß.

    Auch bei den Bauarbeiten bei der S-Bahn-Anbindung Gateway Gardens wurden seit November 2014 mehrere Bomben gefunden. "Trotzdem sind wir voll im Zeitplan", sagte der Pressesprecher der Deutschen Bahn, Rainer Bischoff. Dazu, wie viele Bomben auf der Baustelle bislang gefunden wurden und ob mit weiteren Funden zu rechnen sei, machte er keine Angaben. Die Fertigstellung der Bahnstrecke ist für 2019 geplant.

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