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Frankfurt Fraport will Sicherheitskontrollen übernehmen

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport drängt weiterhin darauf, die Sicherheitskontrollen für die Passagiere selbst zu organisieren.

29.05.2018 11:04
Stefan Schulte
Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender des Flughafenbetreibers Fraport. Foto: Arne Dedert/Archiv

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport drängt weiterhin darauf, die Sicherheitskontrollen für die Passagiere selbst zu organisieren. Bislang ist dafür die Bundespolizei zuständig. Entsprechende Gespräche würden bereits mit dem Bundesinnenministerium geführt, sagte Fraport-Chef Stefan Schulte am Dienstag bei der Hauptversammlung des MDax-Konzerns.

Lange Wartezeiten an den Pass- und Sicherheitskontrollen haben zu massiver Kritik des Hauptkunden Lufthansa geführt. Fraport hatte in der vergangenen Woche angekündigt, kurzfristig weitere Kontrollstellen einzurichten, um dem stark wachsenden Passagierandrang Herr zu werden. Im vergangenen Jahr war die Zahl der Fluggäste am größten deutschen Flughafen um 6,1 Prozent auf 64,5 Millionen gewachsen. Im laufenden Jahr betrug die Steigerung in den ersten vier Monaten 8,7 Prozent.

Mittelfristig will Fraport bei den Personen- und Handgepäckskontrollen von der Bundespolizei die Koordinationsaufgabe übernehmen. „Wir möchten die Prozesse ändern, um die Abläufe flexibler zu gestalten und zu beschleunigen. Wir möchten in den Verträgen mit Dienstleistern Leistungsanreize setzen. Und wir möchten modernste Technik schneller beschaffen können“, sagte Schulte. (dpa/lhe) 

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