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Fluglärm Frankfurter Flughafen Fraport kratzt am Nachtflugverbot

Das Nachtflugverbot ist weiter heftig umstritten. Flughafen-Chef Schulte fordert „mehr Flexibilität im Minutenbereich“, sprich Ausnahmen. Die Gegner laufen dagegen Sturm und prangern organisatorische Mängel an.

Acht Flüge nach 23 Uhr gab es am vergangenen Sonntag. Foto: dpa

Weniger starre Bestimmungen für Starts kurz nach 23 Uhr fordert der Fraport-Vorstandsvorsitzende Stefan Schulte. Das bedeute aber nicht, dass der Flughafen-Chef das Nachtflugverbot aushebeln wolle, stellt Unternehmenssprecher Christopher Holschier klar. „Es geht lediglich um Flexibilität im Minutenbereich.“

Es komme immer wieder vor, dass Reisende wieder aus Maschinen aussteigen müssten, weil sich der Start um wenige Minuten verzögere. Seit Eröffnung der Landebahn Ende Oktober bis Ende Juni sei dies 122-mal der Fall gewesen. Die Betroffenen hätten die Nacht in Frankfurt verbringen müssen, manche sogar den Tag danach.

Fluglärm-Gegner protestieren scharf

Die Initiative gegen Fluglärm in Rheinhessen protestiert scharf: Das Recht auf körperliche Unversehrtheit sei im Grundgesetz verankert. „Diesem Recht steht die ungebremste Profitgier eines Unternehmens entgegen, das sich in einem der am dichtesten besiedelten Gebiete Deutschlands inzwischen bereits zu einem Mega-Hub im Umsteiger-Geschäft etabliert hat.“

Tatsächlich seien die Reisenden, die in Frankfurt von einer auf die andere Maschine umsteigen, mit ein Grund dafür, dass die Flüge nicht ohne weiteres zeitlich nach vorne gezogen werden könnten, sagt Holschier. Das Umsteigen brauche Zeit, die einkalkuliert werden müsse. „Die Zeiten müssen praktikabel sein.“

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