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Fluglärm Flughafen Frankfurt Protestwochen gegen die Landebahn

Das Bündnis Menschenkette und die Bürgerinitiative Luftverkehr organisieren zum Jahrestag der Nordwestlandebahn-Eröffnung drei Protestwochen gegen Fluglärm: Eine Kita wird symbolisch eingekesselt, ein Demonstrationszug führt zum Flughafen - und bei einer Deckelparade soll's richtig laut werden.

Am „Lärmteppich“ wird weitergestrickt. Foto: Michael Schick

Das Bündnis Menschenkette und die Bürgerinitiative Luftverkehr organisieren zum Jahrestag der Nordwestlandebahn-Eröffnung drei Protestwochen gegen Fluglärm: Eine Kita wird symbolisch eingekesselt, ein Demonstrationszug führt zum Flughafen - und bei einer Deckelparade soll's richtig laut werden.

Es werden wieder Deckel geschlagen, Bilder gemalt und Spaziergänge gemacht. Alles aus Protest gegen die Eröffnung der Landebahn Nordwest vor einem Jahr. Das Bündnis Menschenkette macht die drei Wochen vor dem Jahrestag am 21. Oktober zu Aktionswochen gegen Fluglärm. Damit möchte es weiterhin auf den Fluglärm in Offenbach aufmerksam machen. „Trotz des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts ist es laut. Die Bürger können sich ja nicht einschließen, sie wollen ein normales Leben führen“, sagt Hermann Gaffga vom Bündnis Menschenkette.

Von den Aktionen solle „ein starkes Signal“ ausgehen und der Landes- und Bundesregierung zeigen, dass die Offenbacher keine Ruhe geben. Vor allem sollen die Aktionen den Menschen die Möglichkeit geben, zu protestieren, sich über den Fluglärm zu informieren und ihre Wut gegen den Krach herauszulassen. Die Deckelparade am 20.Oktober etwa könnte sehr laut werden, so Gaffga. Bürger sollen Topfdeckel mitbringen, um darauf herumzuschlagen. Die Deckelparade steht für die Forderung nach einer Deckelung der Lärmobergrenzen auch am Tag.

„Wir wollen in Offenbach nicht nur schlafen sondern auch leben“, sagte die evangelische Dekanin Eva Reiß, Sprecherin für das Bündnis Menschenkette. Die politisch Verantwortlichen werden aufgefordert, sich in Hessen und im Bund für ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr einzusetzen.

Die Aktionswochen wurden vom Bündnis Menschenkette und der Bürgerinitiative Luftverkehr organisiert. Zahlreiche Gruppen haben mit Ideen dazu beigetragen. Der Hafen Zwei formt mit Menschen, Fahrrädern und Kinderwagen eine riesige Acht auf seinem Gelände, die auch vom Flugzeug aus erkennbar sein soll (14. Oktober). Die Acht steht für die Forderung nach acht Stunden Nachtruhe.

Parteien wie die SPD und die Grünen beteiligen sich. Die Linke organisiert eine Diskussionsrunde mit Dirk Treber, Vorsitzender der Interessengemeinschaft, und ihrer Abgeordneten Janine Wissler (10.Oktober). Künstler beteiligen sich, laden Kinder zum Malen ein, Heilpraktikerinnen bieten Yoga an, und ein Kindergarten wird symbolisch eingekesselt.

Den Abschluss bildet ein Demonstrationszug zum Frankfurter Flughafen, an dem sich alle Bürgerinitiativen gegen den Flughafenausbau beteiligen. Informieren können sich Bürger am Samstag, 29. September, von 10 bis 14 Uhr auf dem Wilhelmsplatz und vor dem KOMM.

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