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Flughafen Mehr Fluglärm in der Nacht

Kurz nach und vor der Sperrstunde sind mehr Flugzeuge unterwegs. Die Fluglärmkommission fordert hartes Durchgreifen bei regelmäßigen Verstößen.

Landung am Abend
Die Zahl der Nachtflüge in Frankfurt hat in diesem Jahr deutlich zugenommen. Foto: dpa

Wer unter der Einflugschneise wohnt, hat es schon bemerkt: Die Zahl der Nachtflüge in Frankfurt hat in diesem Jahr deutlich zugenommen. Das war schon vor September so und hat sich mit den gesteigerten Aktivitäten von Ryanair seit September noch verschlimmert. Die rechtlich zulässige Grenze von 133 Flügen in den sogenannten Nachtrandstunden ist allerdings noch lange nicht erreicht. Gemeint sind die Stunde vor Eintritt des Nachtflugverbots um 23 Uhr und die Stunde von 5 bis 6 Uhr.

Dies berichtete die Fluglärmschutzbeauftragte am Mittwoch der Frankfurter Fluglärmkommission. Bei der Sitzung ging es auch um die Landungen im Zeitraum von 23 Uhr bis Mitternacht. Deren Zahl stieg im Vergleich zum Vorjahr deutlich von durchschnittlich 1,3 auf 2 Ausnahmelandungen pro Nacht. Erlaubt sind sie eigentlich nur, wenn sich die Verspätungen nicht bereits aus der Flugplangestaltung ergeben.

Die Fluglärmschutzbeauftragte habe verdeutlicht, dass dies rechtlich nicht einfach zu beantworten sei, heißt es in dem Bericht über die Sitzung. Das hessische Verkehrsministerium könne systematischen Verspätungen ahnden – mit einer Einbestellung bis zum Ordnungswidrigkeitsverfahren. Diese Bemühungen zeigten Erfolge. So hat Ryanair angekündigt, die umstrittenen Verspätungen künftig zu vermeiden.

„Wir erwarten, dass das Nachtflugverbot konsequent eingehalten wird und Ausnahmeflüge in jedem Einzelfall auf ihre Zulässigkeit hin geprüft werden“, sagte Kommissionsvorsitzende Thomas Jühe, SPD-Bürgermeister von Raunheim. Plötzlich auftretende Krisen seien zwar schwer vorhersehbar. Doch: „Längerfristig anhaltende Verzögerungen in Betriebsabläufen auf Flughäfen der ganzen Welt, wie seit Monaten in Spanien zu beobachten, können nicht zu Lasten des Nachtflugverbots am Frankfurter Flughafen gehen.“ In einem solchen Fall müssten die Airlines ihrer Abläufe anpassen. „Sie können sich nicht blindlings regelmäßig auf fremdverursachte Störungen berufen.“

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