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Flughafen Frankfurt Wer heute fliegen will, braucht viel Geduld

Das erstes Ferienwochenende in Hessen wird am Frankfurter Flughafen für lange Wartezeiten sorgen. Es werden allein heute über 200.000 Fluggäste erwartet.

22.06.2018 08:53
Flughafen in Frankfurt
Heute heißt es für viele: Ab in den Flieger. Allerdings müssen Fahrgäste vorher Geduld aufbringen. Foto: Daniel Reinhardt (dpa)

Am Frankfurter Flughafen müssen Urlauber an diesem Wochenende einige Geduld mitbringen. Bereits zum Ferienbeginn am heutigen Freitag erwartet Betreiber Fraport weit über 200 000 Passagiere am größten deutschen Drehkreuz. Vor allem wegen möglicher langer Wartezeiten an den Personenkontrollen rät das Unternehmen den Passagieren, bereits drei Stunden vor ihrem Abflug am Flughafen zu erscheinen.

In den vergangenen Wochen hatte Fraport verstärkt die aus ihrer Sicht ineffizienten Passagierkontrollen kritisiert, die von der Bundespolizei organisiert werden. An anderen vergleichbaren Flughäfen in Europa könnten in der gleichen Zeit doppelt so viele Passagiere überprüft werden, hatte Fraport-Chef Stefan Schulte gemahnt und den schnelleren Einsatz moderner Technik verlangt, die in Deutschland teils noch nicht zugelassen sei. Der Flughafen will zudem die auch von der Bundespolizei eingesetzten privaten Sicherheitsdienstleister selbst steuern und dabei bessere Anreize setzen.

„Wir haben bei den Dienstleistern ausreichend Kontrollstunden bestellt“, sagt ein Sprecher der Bundespolizei Frankfurt mit Blick auf das kommende Wochenende. „Das Personal kann auch flexibler eingesetzt werden als zuvor. Leider hatten die Sicherheitsunternehmen in den vergangenen Monaten große Schwierigkeiten, genügend Leute zur Verfügung zu stellen.“

Fraport selbst schickt Verwaltungsangestellte und zusätzlich Pensionäre in die Terminals, wie ein Sprecher berichtet. Sie sollen dort die Reisenden beraten und an den Personenkontrollen Aufgaben übernehmen, die nicht zwingend von staatlich zugelassenen Luftsicherheitsassistenten erledigt werden müssen. Dazu zählt insbesondere der Rücktransport benutzter Kunststoffwannen, in denen das Handgepäck durchleuchtet wird.

Fraport-Sprecher Jürgen Harrer appelliert an die Gäste, möglichst wenig Handgepäck mitzunehmen und sich schon vorher mit den Sicherheitsvorschriften etwa zu Flüssigkeiten im Handgepäck und zur Mitnahme von elektronischen Geräten vertraut zu machen.

Die Lufthansa hat als Hauptkunde des Flughafens ebenfalls zusätzliches Personal an den Schaltern und den Flugsteigen. „Unsere Flüge sind sehr gut gebucht“, erklärte ein Sprecher. Die Passagiere sollten möglichst die elektronischen Möglichkeiten zum Check-in und die Gepäckautomaten nutzen. Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte zuletzt den Frankfurter Flughafen wegen der langen Wartezeiten scharf kritisiert, in deren Folge Tausende Lufthansa-Kunden ihre Flüge verpasst haben.

Der Ferienbeginn in den umliegenden Bundesländern gilt als einer der aufkommenstärksten Tage des Jahres am Frankfurter Flughafen. 

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