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Flughafen Frankfurt Weniger Verspätungen bedeutet mehr Personal

Um Verspätungen im Flugbetrieb am Flughafen Frankfurt zu vermeiden, benötigt man mehr Personal, sagt der Vorstandsvorsitzende der Fraport, Stefan Schulte.

Frankfurter Flughafen
Auch am Frankfurter Flughafen fehlt Personal. Foto: Michael Schick

Der Blick vom Da-Vinci-Haus auf das hell erleuchtete Vorfeld des Frankfurter Flughafens dürfte einmalig sein. Wie von Geisterhand bewegt rollen die Flugzeuge in Position. Fasziniert können die geladenen Gäste das rege Treiben aus sicherer Entfernung beim Dämmerschoppen der Fraport am Donnerstagabend verfolgen. Serviert werden Häppchen der einen oder anderen Art: Lachs und Feldsalat etwa und später vielleicht eine locker schaumige Mousse au Chocolat und zuvor, um den Mund wässrig zu machen, Informationen über das schon fast vergangene und das kommende Jahr, vorgetragen von Fraport-Chef Stefan Schulte.

Besonders schwer im Magen scheinen Schulte „die vielen Ausfälle und Verspätungen“ vom Sommer dieses Jahres zu liegen, von denen freilich nicht nur Frankfurt, sondern europaweit alle Flughäfen und Airlines betroffen gewesen seien. Auf einem großen Luftfahrtgipfel seien dann 24 Maßnahmen beschlossen worden, um diesen Missstand zu beheben: Es sollen zusätzliche Reservemaschinen und Piloten zum Einsatz kommen, das Personal bei den Bodenverkehrsdiensten und den Sicherheitskontrollen soll verstärkt werden. Nicht nur in Deutschland, in ganz Europa würden mehr Fluglotsen benötigt, eine Neustrukturierung des europäischen Luftraums sei unumgänglich.

In den nächsten zwanzig Jahren, so Schulte, werde sich der Luftverkehr verdoppeln. Er wünsche sich, dass der Frankfurter Flughafen auch dann noch eine wichtige Rolle spielt. Deshalb wandte sich der Fraport-Chef geradezu zwangsläufig dem Ausbau des Frankfurter Flughafens zu. Er freue sich, dass nun mit dem Rohbau des ersten Flugsteigs für das Terminal 3 begonnen worden sei. Demnächst würden die Arbeiten für einen zweiten Flugsteig folgen. Als Erstes in Betrieb genommen werde aber der Flugsteig G – der für die Billigflieger. „Ja, wir sind im Zeitplan“, sagte Schulte und bedankte sich für „die politische Unterstützung“.

Nicht an Häppchen, eher an solide Hausmannskost erinnerte die Vorstellung des Winterdienstes: 250 000 Quadratmeter Fläche müssen auf der Center- und der Südbahn geräumt werden, wenn der erste Schnee fällt. 1300 Beschäftigte und 380 Fahrzeuge werden für diese Aufgabe vorgehalten. Anders als es für die Fahrer auf einer glatten Autobahn möglich sei, könne bei den Flugzeugen die Geschwindigkeit nicht den Wetterverhältnissen angepasst werden, sagte Schulte.

Der Flughafen-Ausbau macht auch vor dem Da-Vinci-Haus nicht Halt. Ohnehin sei es, wie ein Fraport-Sprecher meinte „in die Jahre gekommen“. Es wird abgerissen, um Platz zu machen für das Personen-Transport-System, das ab 2023 Terminal 1 und 2 mit dem Terminal 3 verbinden soll.

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