Lade Inhalte...

Flughafen Frankfurt Ryanair will Nachtflugverbot einhalten

Nach einer Intervention des Landes ändert Ryanair den Flugplan und verspricht, das Nachtflugverbot endlich einzuhalten.

Ryanair-Maschine auf dem Frankfurter Flughafen
Die Iren haben zugesichert, nicht mehr so oft nachts verspätet in Frankfurt zu landen. Foto: rtr

Ryanair hat zugesichert, ab dieser Woche ihre notorischen Landungen nach 23 Uhr in Frankfurt abzustellen. Die Airline habe „umfassende Änderungen der Flugplangestaltung“ angekündigt, teilte das hessische Verkehrsministerium am Freitag mit. Die dort angesiedelten Fluglärmschutzbeauftragte und Luftaufsicht hatten die Iren wegen der auffälligen Häufung verspäteter Landungen zum Gespräch einbestellt.

Bei dem Treffen seien sie jede einzelne kritische Verbindung durchgegangen, sagte Minister Tarek Al-Wazir (Grüne). „Wir haben klargemacht, dass wir systematische Verspätungen nicht akzeptieren.“

Seit August gelingt es Ryanair regelmäßig nicht, ihre Maschinen auf den Boden zu bekommen, bevor das Nachtflugverbot in Kraft tritt. Laut Planfeststellungsbeschluss sind Landungen zwischen 23 und 24 Uhr zwar ohne Einzelfallgenehmigung gestattet, aber nur, wenn sie nicht schon in der Flugplangestaltung eingepreist sind. 

Späte Landungen vorverlegt

„Das Nachtflugverbot in Frankfurt gilt für alle – auch für Ryanair“, sagte Verkehrsminister Al-Wazir am Freitag. Seine Behörde habe konkrete Schritte geforderte, damit die Verspätungslandungen deutlich zurückgehen. „Ryanair hat darauf konstruktiv reagiert und Maßnahmen ausgearbeitet“, sagte Regine Barth, die Fluglärmschutzbeauftragte für den Flughafen und Leiterin der Stabstelle Fluglärm. 

Demnach will die Airline An- und Abflugzeiten noch innerhalb des Winterflugplans umstellen. Die knapp vor 23 Uhr geplanten Flüge wurden vorverlegt, die vier auffälligsten Verspätungslandungen um mindesten zehn Minuten nach vorne gezogen. Außerdem will Ryanair in Frankfurt zwei Ersatzflugzeuge stationieren, die Verspätungen abfangen sollen, die sich in vorigen Umläufen ergeben. „Nicht jede verspätete Landung ist verboten“, stellte Barth klar. „Aber das müssen Ausnahmefälle bleiben, die nichts mit der Flugplangestaltung zu tun haben.“ Das Ministerium werde die Entwicklung weiter beobachten und nach Bedarf intervenieren.

Im März ist Ryanair das erste Mal von Frankfurt abgehoben. Seitdem bauen die Iren ihr Angebot kontinuierlich aus. Mit der britischen Easyjet geht im Januar ein weiterer Low-Cost-Carrier an den Start; die Radiowerbung für den Inlandflug läuft schon. G

Gemeinsam mit Hauptkunde Lufthansa sorgt die Billigfliegersparte aus Sicht der Flughafenbetreiberin Fraport dafür, dass der Konzern zu einem stabilen Wachstum zurückgekehrt ist. Nachdem die Zahl der abgefertigten Passagiere in diesem Jahr um rund fünf Prozent auf 64 Millionen steigen dürfte, erwartet Fraport-Chef Stefan Schulte auch für 2018 ein starkes Wachstum. Nach einer ersten groben Einschätzung könne man im kommenden Jahr 67 Millionen erreichen. 

Die für 2023 geplante Inbetriebnahme des dritten Terminals komme zeitlich richtig, um die wachsenden Kapazitäten aufzufangen. Bereits drei Jahre früher soll Flugsteig G in Betrieb gehen, den Fraport eigens für Ryanair & Co. errichten will. Im Sommer will der Konzern mit dem Rohbau beginnen. Der Bauantrag liegt zur Prüfung bei der Stadt Frankfurt. 

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Wir über uns
  • Impressum