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Flughafen Frankfurt Protest gegen Abschiebung am Flughafen

Das Darmstädter Bündnis „Community for all“ will am Frankfurter Flughafen protestieren, weil von dort ein Äthiopier abgeschoben werden soll. In der äthiopischen Exil-Community soll Panik herrschen.

Abschiebungen in Hessen
Blick durch ein Fenster in den Aufenthaltsraum für Menschen, die vom Frankfurter Flughafen aus abgeschoben werden sollen. Foto: Andreas Arnold (dpa)

Das Darmstädter Bündnis „Community for all“ will am heutigen Freitag am Frankfurter Flughafen gegen die offenbar geplante Abschiebung eines Äthiopiers protestieren. Der Mann solle um 10.30 Uhr mit einem Linienflug der Lufthansa in die äthiopische Hauptstadt Addis Abeba geflogen werden, teilte das Bündnis mit. Da er befürchte, in seiner Heimat inhaftiert und gefoltert zu werden, wolle man Flugblätter an die Fluggäste und die Crew des Flugzeugs verteilen, um die Abschiebung noch zu stoppen.

Der Frankfurter Rechtsanwalt Stephan Hocks, der den Äthiopier im Asylverfahren vertreten hat, sagte der Frankfurter Rundschau, der Asylantrag sei abgelehnt, und die äthiopische Botschaft habe ihm ein Ausreisedokument ausgestellt, ein sogenanntes Laissez-passer-Papier. In den vergangenen Jahren seien Abschiebungen nach Äthiopien stets an der Weigerung der äthiopischen Regierung gescheitert, solche Papiere bereitzustellen. 

Bernd Mesovic von Pro Asyl sagte der FR, seit dem Frühjahr würden in Hessen vermehrt Fälle bekannt, in denen Äthiopiern die Abschiebung angekündigt werde. Deutschland und Äthiopien hätten sich offenbar auf ein entsprechendes Verfahren geeinigt. In der äthiopischen Exil-Community herrsche bereits Panik.

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