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Flughafen Frankfurt Fraport distanziert sich von Abgas-Tests

Die Fraport AG war nach Angaben des Betreibers des Frankfurter Flughafens nicht an den umstrittenen Abgasversuchen an Menschen und Affen beteiligt.

Abgas-Skandal
Protest gegen die Abgasversuche an Menschen und Affen in Berlin. (Archivbild) Foto: Imago

Welche Rolle spielte Fraport bei den Abgasversuchen an Menschen und Affen? Das fragen viele Fluglärm-Gegner. Keine, beteuert die Flughafenbetreiberin. „Der Vorstand der Fraport AG hatte keinerlei Kenntnis über die besagten Studien“, sagt Sprecher Dieter Hulick. „Wir distanzieren uns ausdrücklich von den Studien und der EUGT.“

Dass ein Fraport-Abteilungsleiter der Europäischen Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor angehörte, hatte das Unternehmen letzte Woche eingeräumt. Die Mitgliedschaft habe im Januar 2014 begonnen und sei im Juni zum Jahresende wieder gekündigt worden, sagt Hulick. Das gewünschte „Forschungsvorhaben zu gesundheitlichen Auswirkungen von Verkehrslärm im Vergleich verschiedener Verkehrsträger“ sei nicht initiiert worden. Als sich dies abzeichnete, habe Fraport sich zurückgezogen. An den Studien zur Luftqualität und gesundheitlichen Auswirkungen von Abgasen sei das Unternehmen nicht beteiligt gewesen – „weder aktiv noch waren sie in sachlichem Interesse hinsichtlich der Luftschadstoffemissionen des Luftverkehrs oder eines Flughafenbetriebs“. Auch seien keine EUGT-Studien bewilligt oder unterstützt worden. Die kritisierten Tests seien bereits im Jahr 2012 und davor beauftragt worden. In den drei Vorstandssitzungen, an denen der Fraport-Abteilungsleiter teilgenommen habe, seien lediglich kurze Statusberichte abgegeben, aber keine Inhalte diskutiert worden, so der Sprecher.

Fluglärmgegner betonen, Kerosin sei wesentlich problematischer als Dieselabgase. „Täglich werden circa eine Million Liter nur durch Flugzeugstarts und -landungen über dem Ballungsraum Frankfurt-Rhein Main verbrannt“, sagt Dirk Treber von der Interessengemeinschaft zur Bekämpfung des Fluglärms. Ungefiltert belasteten sie die Atemluft der Bevölkerung.

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