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Flughafen Frankfurt Fluglärm Millionen für Lärmschutz

Fluglärm-Geschädigte können ab 1. Januar Anträge beim Land Hessen stellen, um Zuschüsse für die Finanzierung von Lärmschutz zu bekommen. Das Land stellt 100 Millionen Euro etwa für den Einbau von Schallschutzfenstern oder Klimaanlagen zur Verfügung.

28.12.2012 07:45
Kritiker monieren, dass passiver Schallschutz nicht reiche. Foto: dpa

Fluglärm-Geschädigte können ab 1. Januar Anträge beim Land Hessen stellen, um Zuschüsse für die Finanzierung von Lärmschutz zu bekommen. Das Land stellt 100 Millionen Euro etwa für den Einbau von Schallschutzfenstern oder Klimaanlagen zur Verfügung.

Anwohner des Frankfurter Flughafens können vom 1. Januar an Zuschüsse für Lärmschutz beim Regierungspräsidium Darmstadt beantragen. Das Land Hessen stelle dafür 100 Millionen Euro zur Verfügung, der Flughafenbetreiber Fraport mindestens weitere 15 Millionen Euro, teilte das hessische Wirtschaftsministerium am Donnerstag mit. Gewährt werden etwa Zuschüsse für Schallschutzfenster oder Klimaanlagen.

Die Förderrichtlinien sehen auch die Unterstützung von 25 Schulen und Kindertageseinrichtungen sowie zwölf Gemeinden vor.

Ende Februar hatte die Landesregierung sich mit Akteuren der Luftverkehrswirtschaft auf die Einrichtung des Regionalfonds verständigt. Grundlage des Erlasses der Förderrichtlinien ist der vom Forum Flughafen und der Region erarbeitete Vorschlag zur Verteilung der Mittel. „Dabei ist das Verfahren zur Verteilung der Zuschüsse so unbürokratisch wie möglich ausgestaltet“, sagte Wirtschaftsminister Florian Rentsch (FDP). Anders als bei den bundesgesetzlichen Ansprüchen müssten die Bürger nicht in Vorleistung treten, sondern erhielten zeitnah Geld für den Schallschutz.

Als „zu spät und unzureichend“ kritisierte Frank Kaufmann von der Grünen-Landtagsfraktion die Richtlinien. „Es ist unglaublich, dass sich der Minister jetzt damit zu schmücken versucht, dass sie mit mehr als einem Jahr Verspätung in Kraft treten sollen.“ Zumindest mit Inbetriebnahme der Landebahn im Oktober 2011 hätten sie in Kraft sein müssen. Zu wenige Betroffene könnten Ansprüche geltend machen. „Außerdem reicht der passive Schallschutz allein nicht, denn das führt dazu, dass sich die Menschen in geschlossenen Räumen aufhalten müssen.“ (jur./dpa)

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