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Flughafen Frankfurt Fluglärm Kein Votum für Alternativroute

Die Fluglärmkommission hat eine Entscheidung zur Südumfliegung verschoben. Die Auswirkungen des Lärms sind noch nicht berechnet worden. In Zukunft will das Gremium transparenter arbeiten.

Demo an der Landebahn. Foto: Sascha Rheker

Eine mögliche Änderung der Route für die Südumfliegung bleibt weiter auf der Tagesordnung der Fluglärmkommission. Weil die Lärmauswirkungen noch nicht berechnet worden sind, verschob das Beratungsgremium am Mittwoch die geplante abschließende Beurteilung auf die Sitzung am 20. Februar. Rheinland-Pfalz hatte einen Gutachter beauftragt, eine Alternative zur aktuellen Südumfliegung zu erarbeiten, die zu massiven Protesten in Mainz und Rheinhessen führt.

Der Kommissionsvorsitzende und Raunheimer Bürgermeister, Thomas Jühe (SPD), machte am Mittwoch im Anschluss an die Sitzung deutlich, dass Rheinland-Pfalz keine Sonderbehandlung bekommen dürfe. Spätestens in der ersten Hälfte des kommenden Jahres müsse das Thema Südumfliegung abgearbeitet sein. „Nach dem Flughafenausbau gibt es an verschiedenen Stellen neue Betroffene.“ Man könne sich nicht mit jeder Variante und Routenverschiebung beschäftigen, sagte Jühe, und betonte zugleich, dass die Kommission sich vor allem für Verbesserungen für jene Menschen verantwortlich fühle, die in hochbelasteten Regionen leben. Dazu gehöre zum Beispiel der Wetteraukreis nicht. Deshalb werde er auch als Mitglied abgelehnt.

Bei einer Sondersitzung am 14. Dezember will sich die Kommission einen Überblick über die Ausnahmegenehmigungen zum Nachtflugverbot verschaffen. Sie bleibt dabei, dass in den Randzeiten die Nachtflugroute die erste Wahl sein muss. Die Benutzung der Centerbahn, insbesondere am Morgen ab 5 Uhr, ist ein weiteres Thema, über das sie im Gespräch mit der Deutschen Flugsicherung (DFS) ist. „Das kommt häufiger vor, als es sein muss“, sagte Jühe. Zu leiden hätten darunter die Offenbacher.

Außerdem will das Gremium seine Arbeit transparenter machen. Noch in diesem Jahr gibt es die ersten Informationsveranstaltungen für die Bürgerinitiativen. Anfang Januar soll die Homepage online gehen, auf der sämtliche Daten, Berichte und Entscheidungen stehen. Damit weiter „fachorientiert“ entschieden werde, bleiben Sitzungsprotokolle jedoch künftig geheim, sagte Jühe.

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