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Flughafen Frankfurt Fluglärm Der Protest geht weiter

Die Flughafen-Ausbaugegner machen wieder mobil und wollen sich im neuen Jahr nun auch mit anderen Bürgerinitiativen vernetzen. Der Plan ist offenbar, vor den anstehenden Landtags- und Bundestagswahlen eine breite, machtvolle Bürgerbewegung darzustellen.

Trommeln für ein heißes Wahljahr. Foto: peter-juelich.com

Die Flughafen-Ausbaugegner machen wieder mobil und wollen sich im neuen Jahr nun auch mit anderen Bürgerinitiativen vernetzen. Der Plan ist offenbar, vor den anstehenden Landtags- und Bundestagswahlen eine breite, machtvolle Bürgerbewegung darzustellen.

Trommelworkshop in der Abflughalle: Mit Tamtam starteten die Flughafenausbaugegner ins neue Protestjahr. Bei der Mahnwache mit viel Musik am gestrigen Montag im Flughafen-Terminal 1 liefen sie sich nur warm: Nächste Woche sind die hessischen Schulferien beendet. Und dann, so der Plan, werden es wieder Hunderte sein, wenn nicht gar Tausende, die Woche für Woche unter der großen Tafel mit den Abflugzeiten Rabatz machen.

Das Bündnis der Bürgerinitiativen (BBI) sei weiter gewachsen, sagt Dirk Treber von der Europa-Gruppe des BBI. Allein im Dezember seien vier neue Gruppen zu den rund 80 bereits bestehenden hinzugestoßen – darunter auch eine aus dem Bayrischen Untermain, die die Montagsdemo am 28. Januar organisiere.

Nicht nur geografisch befindet sich das Bündnis auf Expansionskurs. Das Thema Lärm verbindet die Aktivisten mit den Menschen im Mittelrheintal, die gegen den Krach der Güterzüge kämpfen. „Es gibt jetzt eine Vernetzung mit Pro-Rheintal“, sagt BBI-Sprecherin Ingrid Kopp und stellt gemeinsame Aktionen in Aussicht; zum Beispiel am Tag des Lärms.

Nicht-Betroffene gewinnen

Solidarische Mitstreiter wollen die BBI-Leute auch in jenen Teilen Hessens gewinnen, die nicht vom Fluglärm betroffen sind, aber auch die Folgen mittragen müssen: „Die Politik über die Köpfe der Menschen hinweg kann jeden vor seiner Haustür treffen“, sagt Kopp und kündigt im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau zahlreiche Aktivitäten im Vorfeld zu den Bundes- und Landtagswahlen an. „Wir werden auf alle politischen Veranstaltungen gehen und unsere Fragen stellen.“ Die anstehenden Wahlen seien „ein Glücksfall“ für die Anti-Ausbaubewegung. Nun müssten die Wiesbadener Politiker sich entscheiden, ob sie auf die Bevölkerung zugehen wollten. Kopp: „Wir sind gegenüber den Fraktionen gesprächsbereit.“

Sorgen bereitet Dirk Treber vom BBI das EU-Gesetzgebungsverfahren, das Kapazität, Effizienz und Sicherheit von Flughäfen erhöhen soll. Bei der Kompromissfindung könnte es zu Verschlechterungen kommen, die schlimmstenfalls das derzeitige Nachtflugverbot für Frankfurt kippen könnte.

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