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Flughafen Frankfurt Ausbau für Billigflieger angedacht

Der Flughafenbetreiber Fraport will für mehr Passagiere gerüstet sein, wenn ihre Zahl durch den Start der Billigflieger steigt. Das ruft den Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) auf den Plan.

Flughafen Frankfurt
Ryanair startet ab 26. März vom Frankfurter Flughafen. Foto: dpa

Der Flughafenbetreiber Fraport möchte für den Fall gerüstet sein, dass die Zahl der Passagiere die Kapazitätsgrenze von jährlich 68 Millionen Passagieren erreicht, bevor das dritte Terminal im Süden des Flughafengeländes fertig ist. Das bestätigte Fraport-Sprecher Dieter Hulick am Donnerstag auf Anfrage. Im vergangenen Jahr wurden 61 Millionen Passagiere gezählt. Ab diesem Frühjahr gehen erstmals die Low Cost Carrier in Frankfurt an den Start – die irische Ryanair ab dem 26. März, die ungarische Wizz Air etwas später. Im kommenden Jahr möchte sich auch die Lufthansa-Tochter Eurowings auf dem Frankfurter Flughafen etablieren.

Der Bau des Terminals 3 liegt offenbar im Zeitplan. Nach der Fertigstellung im Jahr 2023 könnten hier zusätzlich zu den beiden bestehenden Abfertigungs-Gebäuden 14 Millionen Passagiere durchgeschleust werden. Es werde geprüft, ob der Ausbau eines bereits bestehenden Bus-Terminals im Norden des Geländes oder ein Neubau im Süden geeignet für die Passagierabfertigung seien – sollte es bei den Billigfliegern ein entsprechend starkes Wachstum geben. „Es gibt verschiedene Überlegungen, aber nichts Konkretes“, sagte Hulick.

 Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die jetzt bekannt gewordenen Pläne der Fraport AG für eine „neuerliche Kapazitätserweiterung“ kritisiert. Der stellvertretende Geschäftsführer des BUND Hessen, Thomas Norgall, erklärte, dass keine zusätzliche Terminalkapazität genehmigt werden dürfe, bevor nicht einmal klar sei, „ob das Terminal 3 jemals ausgelastet sein wird“. Der BUND weist darauf hin, dass die Zahl der Passagiere im letzten Jahr sogar rückläufig gewesen sei –minus 250 000 Personen.

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