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Aktion gegen Fluglärm Kreativer Protest

Wäre das Leben ein Kunstwerk, ließe sich manches Problem schnell lösen. Zum Beispiel lästige Lärmflieger vom Himmel wischen. Oder den Marsmännchen wenigstens Ohrenschützer gegen den Krach von der Erde geben. Auf Bildern halten Schüler der Gruneliusschule in Oberrad ihren Protest gegen den Flughafen fest.

02.02.2012 20:06
Brendan Berk
Besonders weit gedacht hat der Künstler dieses Bilds: Bis in den Weltraum lärmen die Flieger, so die Aussage. Foto: Monika Müller

Wäre das Leben ein Kunstwerk, ließe sich manches Problem schnell lösen. Zum Beispiel lästige Lärmflieger vom Himmel wischen. Oder den Marsmännchen wenigstens Ohrenschützer gegen den Krach von der Erde geben. Auf Bildern halten Schüler der Gruneliusschule in Oberrad ihren Protest gegen den Flughafen fest.

Wäre das Leben ein Kunstwerk, ließe sich manches Problem schnell lösen. Dann könnte Prinzessin Lillifee laute Flugzeuge einfach „puff“ mit ihrem Zauberstab vom Himmel verschwinden lassen. So stellt sich es eine Grundschülerin vor. Bei der Aktion „Bilder gegen Fluglärm“ ließen Kinder aus dem Frankfurter Süden am gestiegen Donnerstag ihrer Fantasie freien Lauf und zeigten, was sie von der Nordwestbahn halten.

Mit der Malaktion an der Gruneliusschule in Oberrad wolle man dem Protest gegen die neue Landebahn am Frankfurter Flughafen eine kreative Form geben und zeigen, „wer die vom Fluglärm Betroffenen sind“, erläutern Susanne und Simon Fuchs. Das Ehepaar hat selbst schulpflichtige Kinder und will in den kommenden Wochen weitere Protestgemälde sammeln, um sie dann gemeinsam mit anderen Eltern auf einer Internetseite in Form eines großen Bilderteppichs zu veröffentlichen.   

An Ideen dafür mangelt es den Kindern nicht. Innerhalb kürzester Zeit ist die Wand des Klassenraums mit Gemälden zugepflastert. Der Fluglärm sei bis zum Mars zu hören, vermutet Anna und zeichnet grüne Männchen auf einem Asteroiden, die sich die Ohren zuhalten. Und auch der Mann im Mond findet keine Ruhe, obwohl er seine Schlafmütze aufgezogen hat.  Charlotte betrachtet das Problem aus Sicht von Mensch und Tier. Während allen Bewohner eines Hauses vom Fluglärm die Haare zu Berge stehen, überlegt ein Hund im Vorgarten, ob man Flugzeuge auch in der Mitte durchbrechen kann.

„Ich verstehe die Eltern“, sagt Schulleiterin Margit Krämer, die der Aktion „Bilder gegen Fluglärm“ beim Winterfest ihrer Schule einen Raum zur Verfügung gestellt hat. Auf den Schulalltag an der Gruneliusschule wirke sich der Fluglärm zurzeit nicht aus.  „Wir haben Schallschutzfenster.“ Andererseits würden, je nach Wohnort, manche Kinder schon in den frühen Morgenstunden von Fliegern geweckt. Ein „absolutes Nachtflugverbot“ sei daher unerlässlich.

Das Siegerbild der Aktion ist ein Gemeinschaftswerk von Emmi und Anna-Lucia. Die Mädchen haben einen besonders fies dreinschauenden viermotorigen Düsenjet gemalt und können sich über ein großes Bastelspiel als Gewinn freuen. Der grimmige Flieger sowie alle anderen Kunstwerke sind ab sofort im Internet zu sehen: www.bildergegenfluglaerm.de

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