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Flughafen Frankfurt Mehr Verspätungen am Frankfurter Flughafen

1. UpdateAm Flughafen Frankfurt gibt es mehr verspätete Starts und Landungen zwischen 23 Uhr und 0 Uhr.

Flugzeug am Flughafen Frankfurt
Flugzeug startet vom Flughafen in Frankfurt am Main. Foto: Boris Roessler/Archiv

Über dem Frankfurter Flughafen ist es nachts lauter geworden: 440 verspätete Starts und 704 verspätete Landungen gab es vergangenes Jahr. 2016 waren es 342 verspätete Starts und 464 verspätete Landungen. Das geht aus der am Donnerstag vom hessischen Verkehrsministerium veröffentlichten Nachtflugstatistik 2017 hervor.

Zwischen 23 und 5 Uhr gilt das Nachtflugverbot. Doch die Zahl der verspäteten Starts und Landungen zwischen 23 Uhr und Mitternacht ist gestiegen. Im Sommer und Herbst seien dafür vor allem heftige Gewitter und Unwetter verantwortlich gewesen, so das Ministerium. Wetterbedingte Verzögerungen liegen außerhalb des Einflussbereichs der Fluggesellschaften, deshalb können sie eine Ausnahmegenehmigung für Starts zwischen 23 Uhr und 0 Uhr beantragen. Danach wären Starts nur in besonderen Härtefällen zulässig, was 2017 nicht passierte. Späte Flüge seien den Anwohner nicht zumutbar und auch nicht rechtens, sagte Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne). „Eine Aufweichung der 0-Uhr-Grenze wird es am Frankfurter Flughafen nicht geben. Der Planfeststellungsbeschluss ist an dieser Stelle sehr eindeutig.“

Zu den 440 verspäteten Starts mit Einzelgenehmigungen kamen 704 verspätete Landungen, die nicht genehmigungspflichtig sind. Dafür waren laut Ministerium „eine Vielzahl von Faktoren“ verantwortlich: Die deutliche Zunahme des Flugverkehrs habe europaweit die Pünktlichkeit verschlechtert, Lotsenstreiks in Frankreich hätten bei Ferienfliegern Verspätungen verursacht. Speziell in Frankfurt sei die Fluggesellschaft Ryanair für „einen wesentlichen Anteil der verspäteten Landungen verantwortlich“. Auf das Konto der Iren gingen 23 Prozent der verspäteten Landungen in 2017, obwohl sie erst Ende März in Frankfurt an den Start gingen und einen vergleichsweisen geringen Anteil an der Gesamtzahl der Flugbewegungen hätten, so Al-Wazir: „Negativer Höhepunkt war der November, wo Ryanair für 78 Prozent der Verspätungslandungen verantwortlich war.“

Die auf Druck des Ministeriums umgestellten Flugpläne hätten im Dezember „zu einer gewissen, aber offensichtlich noch zu keiner ausreichenden Verbesserung“ geführt. „Ryanair muss die Verspätungsquote endlich in den Griff bekommen“, forderte der Minister und versicherte: „Die Fluglärmschutzbeauftragte und die Luftaufsicht werden hier weiter sehr genau hinschauen.“

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